• Doppelhaushalt 2027 / 2028
  • Das STREICHQUARTETT ist wieder da.
  • Regionalentwicklung als Motor für die Zukunft – Stärkung ländlicher Räume im Erzgebirgskreis.
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Ulf Lange

Was bewegt Sachsen?

Um sich diese Frage zu beantworten, muss man raus aus dem Büro und hin zu den Menschen! Mit meiner Landtagskollegin Doreen Voigt war ich gestern zu Gast bei der Tafel Torgau e.V. Nein, Gast waren wir eigentlich nicht, denn wir waren gekommen, um direkt mitzuarbeiten. Gesagt, getan. In der Obst- und Gemüseabteilung kontrollierten, sortierten und verpackten wir die eingehenden Waren und bereiteten sie gemeinsam mit den vielen freiwilligen Helfern für die Ausgabe an die Bedürftigen vor. Warum die Tafel in Torgau? Im Frühjahr erreichte uns ein Hilferuf dieses Vereins. Ein Wasserschaden hatte den damaligen Standort außer Betrieb gesetzt, die Schließung der Einrichtung drohte. Doreen und ich boten Hilfe an – sowohl finanziell als auch tatkräftig. Inzwischen sind die Helfer in ein neues Domizil umgezogen und gehen wieder gut gelaunt und voller Tatendrang ihrer wichtigen Aufgabe nach. Die Schatzmeisterin des Vereins, Frau Helga Woy, führte uns durch die Räume und berichtete aus ihrer über 20jährigen Tätigkeit. Über 2.500 „Bedarfsgemeinschaften“ im Torgauer Umland werden aktuell von den ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Schlimm genug, dass es sowas im „reichen“ Deutschland gibt, wunderbar, dass sich immer fleißige Menschen finden, die uneigennützig diejenigen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Wir konnten uns überzeugen, mit welchem Herzblut an der Tafel Torgau tagtäglich gearbeitet wird und einen kleinen Beitrag zur Unterstützung leisten. Stellvertretend für alle „Tafeln“ und ähnliche Organisationen möchten wir Frau Woy und ihren Mitstreitern ein herzliches Dankeschön für dieses großartige und wertvolle Engagement und den tollen Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt übermitteln. Im Sächsischen Landtag sehen wir es als unsere Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit im Land zu kämpfen. Das betrifft explizit die Hilfe für die Schwächsten der Gesellschaft, genauso aber unheimlich viele weitere soziale Schwachstellen in unserem Freistaat. Es gibt einiges zu tun. Wir sind dabei! GLÜCK AUF!

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Bee Together! In Stollberg

Wenn Ehrenamt auf Natur- und Artenschutz trifft, entstehen manchmal süße Leckereien. Das erfuhr ich bei meinem Besuch des „Imkerverein Stollberg e.V.“ am eigenen Gaumen. Martina Brandt und Guido Zappel, die beiden supernetten Vorsitzenden, hatten nicht nur Unmengen „bienenspezifischer“ Informationen parat, sie ließen mich auch richtig imkern. Aber der Reihe nach: Im Stollberger Imkerverein finden sich unter dem Motto „bee together“ 55 Mitglieder zusammen. Sie bauen ein ehemaliges Schlachtgebäude einer Agrargenossenschaft sukzessive zu einem Umweltbildungszentrum um, organisieren Schulungen und Informationsveranstaltungen oder ermöglichen Interessierten mit der Aktion „Imkern auf Probe“ einen kostengünstigen Einstieg in dieses nachhaltige Hobby. Das komplette Angebot findet man auf der Homepage des Vereins. Großartige Arbeit, tolles Engagement. Nicht warten, was passiert, sondern loslaufen, Mitglieder und Fördermittel generieren und MACHEN. Ich wurde gleich mit eingespannt: Schürze drüber, Schaber in die Hand und los: Waben abdeckeln, dann kräftig schleudern und den fertigen Honig abfüllen. Das hat mal richtig Spaß gemacht. Ich kenne nun auch den geschmacklichen Unterschied zwischen „Supermarkthonig“ und dem (etwas teureren) echten Imkerhonig. Auch in Sachen Naturschutz hab ich dazugelernt: Neben den Honigbienen brauchen auch die Wildbienen Unterstützung. Lebensräume, Nisthilfen, Blühstreifen sichern den fleißigen Bestäubern das Überleben. Davon haben wir alle etwas. Vor lauter Begeisterung hab gleich mal einen Vereins-Mitgliedsantrag ausgefüllt. Starke Sachsen – starke Sache. Danke für die Einblicke und GLÜCK AUF!

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Ein Besuch bei der Wermsdorfer Fisch GmbH

Die Wermsdorfer Fisch GmbH sucht man kurioserweise in Wermsdorf vergebens. Ich habe sie trotzdem gefunden – in Espenhain. Der Chef kommt mir in Shorts und Kapuzenpulli entgegen. Breites Grinsen, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Cooler Typ, der René Pistor. Die Chemie stimmt sofort. In der Replik auf die Firmengeschichte erklärte er die Herkunft des Namens (ursprünglicher von einst mehreren Standorten war das 35km entfernte Wermsdorf), die Übernahme von seinem Vater und die positive Entwicklung hin zu einem etablierten Fischverarbeitungs- und Vermarktungsbetrieb. Die Firma verarbeitet, veredelt und verkauft sowohl Süßwasserfisch als auch Meeresfisch, betreibt neben einem Werksverkauf mehrere Imbisse, fährt mit Verkaufswagen auf Wochenmärkte und Veranstaltungen wie MotoGP am Sachsenring, Musikfestivals etc. Mit einem Team aus ca. 20 Voll- und Teilzeitbeschäftigten bringt er seine unheimlich leckeren Produkte an den Mann und die Frau. Umtriebig ist er, der René. Ein Macher. Er kennt auch die Hürden, die dem Mittelstand in den Weg gestellt werden. Sein Betrieb ist sehr energieintensiv, die horrenden Strompreise belasten die Firma. Wenn er ausländische Arbeitskräfte einstellen will und die Ämter verwehren das, wenn er für Verkaufsstände mehrere teure elektronische Kassen anschaffen muss oder starre, bürokratische Regelungen seine Kreativität behindern, lässt ihn das kopfschüttelnd zurück. Aufhalten wird es ihn nicht. Dafür ist er zu souverän, so mein Eindruck. Interessantes Detail: Die Forellen, die er verarbeitet, sind echte Erzgebirger! Er bezieht sie aus einem Fischzuchtbetrieb in Schönfeld bei Annaberg-Buchholz. Das ist aber nicht die einzige Verbindung in meine Heimat: René Pistor betreibt jedes Jahr einen großen Verkaufsstand auf dem Annaberger Weihnachtsmarkt. Dort werden wir uns dieses Jahr im Advent treffen – das haben wir uns versprochen. Natürlich erwarb ich ein großes Paket frisch geräuscherten Fisch verschiedener Sorten. Nach inzwischen erfolgter Verkostung gerate ich regelrecht ins Schwärmen: Top-Qualität direkt vom regionalen Erzeuger. Ein kulinarischer Hochgenuss! GLÜCK AUF!

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Frag die sächsischen Bürgermeister!

Wenn man positive Lösungsansätze für die Kommunen – vor allem im ländlichen Raum – sucht, gibt es ein probates und logisches Mittel: Man spricht mit den kommunalen Verantwortungsträgern. Zu diesem Zweck war ich am Dienstag in der Oberlausitz zu Gast. Gemeinsam mit meinen BSW-Fraktionskollegen Jens Hentschel-Thöricht und in meiner Eigenschaft als Sprecher für Regionalentwicklung besuchte ich den Bürgermeister von Olbersdorf (Landkreis Görlitz). Andreas Förster führt eine Verwaltungsgemeinschaft aus 4 Gemeinden mit rd. 11.000 Einwohnern. Das Fazit ist identisch mit den Aussagen der Bürgermeister im Erzgebirgskreis: Es braucht mehr Vertrauen in die Kommunen und deren Vertreter, denn die wissen, was in ihrem Verantwortungsbereich zu tun ist, wo zu investieren oder Bürokratie abzubauen ist. Weniger kleinteilige oder zu spezifische Förderprogramme, stattdessen pauschale finanzielle Zuwendungen bzw. mehr Geld über die allgemeine Schlüsselzuweisung an die Städte und Gemeinden – damit wäre schon viel getan. Es gibt noch weitere, sehr sinnvolle Ideen zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in Stadt und Land. Man muss als Landesregierung nur einfach mal zu den Experten vor Ort gehen – und zuhören! Wir haben das getan. Es war ein sehr angenehmes und gehaltvolles Gespräch. Danke dafür. Anschließend schauten wir uns zusammen den idyllischen gelegenen Olbersdorfer See an, der aus einem Kohletagebau entstanden ist, und machten einen Abstecher in Jens’ Bürgerbüro in Zittau (eine äußerst sehenswerte Stadt). Und wenn wir einmal in der Oberlausitz weilen, darf natürlich auch ein Besuch in der Ziegenkäserei von Agnes und Carsten in Bertsdorf-Hörnitz nicht fehlen. Carsten Berg ist mein Parlamentarischen Berater und Freund, studierter Agronom und Bio-Bauer. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin hält er rund 50 Ziegen auf seinem Hof, verarbeitet Milch und Fleisch und vermarktet die Produkte in seinem Hofladen. Regionale Wertschöpfung in Reinkultur. Aus der interessanten Führung nehmen wir wertvolle Informationen mit nach Hause. Ein großartiger Tag in einer der schönsten Regionen Sachsens. Wir stellen fest: Die Ideen für eine gute Politik entstehen nicht in den Büros der Polit-Theoretiker, sondern im direkten Austausch mit den Praktikern vor Ort. Die findet man ganz einfach – in den Rathäusern oder bei der Arbeit in der (Land-)Wirtschaft. Wenn man es will… Die zweieinhalb Stunden Fahrt aus dem Erzgebirge nach Ostsachsen haben sich echt gelohnt. Toller Erkenntnisgewinn, herrliche Landschaften. Sachsen ist wunderschön, Sachsen hat riesiges Potential. Wir sollten es nutzen! GLÜCK AUF!

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„Unternehmerfrühstück“ in Stollberg

Als Vertreter der BSW-Fraktion Sachsen trafen Prof. Dr. Jörg Scheibe und ich mit Vertretern regionaler Unternehmen zur einem Meinungsaustausch zusammen. In den Räumen der Stollberger Firma WOBEK GmbH (ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber Anja Oberender und Bernd Drummer) diskutierten wir über die wirtschaftliche Lage des Freistaates und die prekäre Situation in vielen Firmen. Die Kritikpunkte sind hinlänglich bekannt: Bürokratie, Energiepreise, hohe Arbeitskosten, Fachkräftemangel usw. Auch die Lösungsvorschläge, die von den Unternehmerinnen und Unternehmern mit klaren Worten formuliert wurden, sind größtenteils keine Neuerfindungen, sondern logische Forderungen. Da fragt man sich natürlich, warum Regierungspolitiker nicht das machen, was am nahesten liegt: Einfach mal auf die Experten hören und deren Expertise nutzen. Gemäß unserem Motto „Zuhören um zu ändern!“ schrieben wir fleißig auf, was uns angetragen wurde. Es werden sich Gelegenheiten ergeben, selbst als Oppositionspartei, die Themen zur richtigen Zeit an die richtigen Stellen zu lancieren. Wir sind uns einig: Die Wirtschaft muss funktionieren, damit alle anderen Aufgaben erfüllt werden können. Wie sagte ein Teilnehmer treffend: Der Kuchen muss erst gebacken werden, bevor er verteilt wird. Vor allem der Mittelstand muss gestärkt und gefördert werden, auch das ist nicht neu. Man braucht also keine neuen Erkenntnisse, man braucht nur Verantwortungsträger, die die guten Ansätze endlich umsetzen. Vielleicht braucht man auch einfach nur neue Verantwortungsträger… In diesem Sinne GLÜCK AUF!

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Station 7 der „Gesundheitstour“ der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag

Diesmal hatten wir – bei herrlich warmem Sommerwetter – unsere Zelte in Zwickau aufgeschlagen. Der Platz inmitten der Fußgängerzone war bestens gewählt. Nicht nur, dass unser Infostand unübersehbar war, viele der Passanten steuerten direkt auf uns zu und löcherten uns mit ihren Fragen. Diese drehten sich – sofern sie motto-bezogen waren – immer um die Sorgen der Menschen in Sachsen: Der Hausarzt geht ersatzlos in Rente, Facharzttermine sind Mangelware, die Angst vor negativen Folgen der anstehenden Gesundheitsreformen ist deutlich spürbar. Vorbeikommende Mediziner berichten, dass sie sich mittlerweile mehr mit Formularen beschäftigen müssen als mit Patienten. Wir hören zu, wir stellen unsere Positionen vor. Als konstruktive Opposition wollen wir um bessere Lösungen kämpfen. Viele Leute schildern uns ihre berechtigten Erwartungen an die Gesundheitsversorgung. Der Notizzettel unserer Gesundheitstour ist bereits gut gefüllt. Wir nehmen die Sorgen der Sachsen aber nicht nur „mit“, sondern vor allem ernst! Die Tour geht jetzt in die Sommerpause. Am 02. September legen wir wieder los und zwar gleich mit einer Doppeletappe. Dann sind Hohenstein-Ernstthal und Plauen die Tagesziele. GLÜCK AUF und bleiben Sie gesund!

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Politik meets „richtiges Leben“

Als Politiker hilft es unheimlich, sich regelmäßig zu „erden“. Deshalb tauche ich immer wieder gerne in den Alltag verschiedener Berufsgruppen ein. Diesmal: Praktikant im Rettungsdienst. Mein Arbeitstag in der Rettungswache Schwarzenberg, die vom DRK Aue-Schwarzenberg betrieben wird: Einkleidung, Vorstellung, Unterweisung – und los. Ich durfte drei Einsätze begleiten, jeder davon tief beeindruckend. Über Einzelheiten oder Abläufe darf und werde ich nicht berichten, das gebietet der Schutz der Privatsphäre. Professionell und routiniert – die Notfallsanitäter strahlen eine außergewöhnliche Souveränität aus. Sie helfen, sie beraten, sie klären. Ein Job, der viel mehr ist als ein Job. Natürlich geht’s auch bei dieser Arbeit ums Geldverdienen, sagt Sascha, mein heutiger Mentor. Der 49jährige arbeitet seit 30 Jahren im Rettungsdienst und leitet die Schwarzenberger Wache. Von „Helden des Alltags“ oder ähnlichen Zuschreibungen hält er wenig. Wie viele andere will er einfach nur seinen Beruf bestmöglich ausführen. Natürlich ist er stolz darauf, im Laufe der Jahre vielen Menschen das Leben gerettet zu haben. Zwischen den Einsätzen gibt es Gelegenheit zu Gesprächen mit den Kollegen. Auch über politische Themen. Die geäußerten Meinungen spiegeln die Stimmung im Erzgebirge wider. Und dann fragt man sich, warum Regierungspolitiker so selten „dem Volk aufs Maul schauen“, wie es Luther einst formulierte. Egal, ich tue das – und stelle jedes Mal begeistert fest, welch tolle Typen man dabei kennengelernt. Notfallsanitäter und Rettungssanitäter, den Unterschied hab ich heute gelernt, haben natürlich auch berufsbezogene Wünsche an die Politik. Die stehen jetzt in meinem Notizblock. Ein weiterer großartiger Tag in meinem „Politikerleben“. Auch wenn ich nur knapp 8 und nicht 12 Stunden (so lange dauert eine normale Schicht) mitge“arbeitet“ habe, es war anstrengend und emotional herausfordernd. Das Erlebte wird mich nicht loslassen und den Respekt vor der Arbeit der Lebensretter, den ich schon immer hatte, um ein Vielfaches steigern. Mein besonderer Dank geht an Christiane und Sascha – auch für die sichere Rückkehr von rasanten Rettungseinsatzfahrten. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Kinderhilfe

Stollberger Kinderhilfe e.V.

Als Abgeordneter der Sächsischen Landtages wird man sehr gut entlohnt. Unsere Einkünfte speisen sich aus Steuermitteln. Ich halte es für gut und richtig, monatlich einen Teil des steuerfinanzierten Einkommens an Vereine oder Einrichtungen weiterzuleiten, die Gutes tun, Menschen unterstützen oder den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Deshalb habe ich heute bei der Stollberger Kinderhilfe e.V. vorbeigeschaut, um mir von Andreas Bernhardt, Schatzmeister des Vereins, Informationen zur Tätigkeit des Vereins geben zu lassen und einen kleinen Obolus zur Bestreitung der Unkosten zu spenden. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Beim NABU Deutschland in Kirchberg

Die Ortsgruppe Kirchberg des NABU Deutschland vereint Naturschutz mit Bergbautradition und Heimatgeschichte. Allein diese Kombination ist einen Besuch wert. Auf Einladung der sächsischen Landesvorsitzenden des NABU, Frau Dr. Maria Vlaic, trafen wir uns im Kirchberger Informations-Naturschutz- und Schulungszentrum (KINS), dem Domizil der Ortsgruppe, mit Mitgliedern des Vereins um Vorsitzenden Jörg Weller und dessen Stellvertreter Wolfgang Prehl. Wir erhielten interessante Einblicke in die wertvolle ehrenamtliche Arbeit der Naturschützer, zudem warb Frau Dr. Vlaic leidenschaftlich darum, in den anstehenden Verhandlungen zum sächsischen Doppelhaushalt Kürzungen im Umweltschutz zu verhindern. Wir sprachen über drohende Wasserknappheit, die Wiederherstellungsverordnung, zunehmenden Flächenverbrauch und viele weitere landwirtschaftliche Themen. Auch Biber, Fledermaus und vor allem der Wolf kamen zur Sprache. Im über dreistündigen Gespräch ging es außerdem um viele gesamtgesellschaftliche Probleme, die Diskussion erreichte teilweise äußerst philosophisches Niveau. Es war sehr bereichernd, die derzeitige Situation in Kommunen, Land und Bund bzw. Natur-, Umwelt- und Klimaschutz aus der jeweils anderen Perspektive zu betrachten. Danke dafür. Man stellt immer wieder fest: Wenn man miteinander redet, sich auch mal auf Argumente „der Anderen“ einläßt statt nur auf den eigenen zu beharren, entstehen oftmals gute Kompromisse. Das ist eine Möglichkeit, Spaltungen zu überwinden. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Erdbeer Funck in Niederwürschnitz

Kurz vor Beginn der Erdbeer-Erntezeit traf ich mich mit den Inhabern der Firma Erdbeer Funck auf einem Erdbeerfeld in Niederwürschnitz, direkt am Freizeitgelände „Alte Ziegelei“. Harald Funck, in Bayern geboren, und seine Frau Claudia, eine echte Sächsin, betreiben unter dem Motto „Frische Erdbeeren. In deiner Nähe“ seit über 35 Jahren den Feldanbau von Deutschlands beliebtester Strauchfrucht – zum Selberpflücken. Über 30 Erdbeerfelder bewirtschaftet der Landwirtschaftsbetrieb, außerdem noch eine Vielzahl an Blumen-zum-Selberpflücken-Arealen. Der Zuspruch ist ungebrochen, am Strauch gereifte Beeren schmecken eben doch anders als die weitgereiste Importware. Dennoch, landwirtschaftsspezifische Probleme gibt’s auch hier. Bürokratie, Arbeitskräftemangel, aber auch Folgen der Klimaveränderung wurden sehr deutlich angesprochen. Trotzdem hatten wir auch viel Spaß. Die Funck‘s können jede Menge Anekdoten erzählen, z.B. über die Ausreden „erwischter“ Schwarzpflücker oder die „Bezahlung“ in der „Kasse des Vertrauens“ mit den Rest-Münzen des letzten Fernost-Urlaubs. Also Leute gibt’s… Leider gab es noch nix zum Naschen, da die köstlichen Beeren noch nicht ganz reif sind. Aber ein Gläschen Erdbeer-Konfitüre erhielt ich zur Verkostung – mit der Versicherung, dass dies keine Bestechung sei . Ein herzliches Dankeschön an Claudia und Harald Funck, dass sie sich die Zeit genommen haben und mir Einblicke in ihre spannende Profession gaben. Wir sehen uns demnächst – dann hol ich mir ein Schälchen leckerer Erdbeeren… Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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