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BSW Bundesweit

Was bewegt Sachsen?

Um sich diese Frage zu beantworten, muss man raus aus dem Büro und hin zu den Menschen! Mit meiner Landtagskollegin Doreen Voigt war ich gestern zu Gast bei der Tafel Torgau e.V. Nein, Gast waren wir eigentlich nicht, denn wir waren gekommen, um direkt mitzuarbeiten. Gesagt, getan. In der Obst- und Gemüseabteilung kontrollierten, sortierten und verpackten wir die eingehenden Waren und bereiteten sie gemeinsam mit den vielen freiwilligen Helfern für die Ausgabe an die Bedürftigen vor. Warum die Tafel in Torgau? Im Frühjahr erreichte uns ein Hilferuf dieses Vereins. Ein Wasserschaden hatte den damaligen Standort außer Betrieb gesetzt, die Schließung der Einrichtung drohte. Doreen und ich boten Hilfe an – sowohl finanziell als auch tatkräftig. Inzwischen sind die Helfer in ein neues Domizil umgezogen und gehen wieder gut gelaunt und voller Tatendrang ihrer wichtigen Aufgabe nach. Die Schatzmeisterin des Vereins, Frau Helga Woy, führte uns durch die Räume und berichtete aus ihrer über 20jährigen Tätigkeit. Über 2.500 „Bedarfsgemeinschaften“ im Torgauer Umland werden aktuell von den ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Schlimm genug, dass es sowas im „reichen“ Deutschland gibt, wunderbar, dass sich immer fleißige Menschen finden, die uneigennützig diejenigen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Wir konnten uns überzeugen, mit welchem Herzblut an der Tafel Torgau tagtäglich gearbeitet wird und einen kleinen Beitrag zur Unterstützung leisten. Stellvertretend für alle „Tafeln“ und ähnliche Organisationen möchten wir Frau Woy und ihren Mitstreitern ein herzliches Dankeschön für dieses großartige und wertvolle Engagement und den tollen Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt übermitteln. Im Sächsischen Landtag sehen wir es als unsere Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit im Land zu kämpfen. Das betrifft explizit die Hilfe für die Schwächsten der Gesellschaft, genauso aber unheimlich viele weitere soziale Schwachstellen in unserem Freistaat. Es gibt einiges zu tun. Wir sind dabei! GLÜCK AUF!

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Deutschland als Nato-Drehscheibe – oder als Friedensmotor?

Das derzeit laufende Nato-Großmanöver in Deutschland mit tausenden Soldaten und schwerem Gerät ist ein weiteres Signal militärischer Eskalation in einer ohnehin hochgefährlichen sicherheitspolitischen Lage. Statt Vertrauen aufzubauen und Gesprächskanäle zu stärken, wird erneut auf Machtdemonstration und Abschreckung gesetzt. Diese Politik hat Europa nicht sicherer gemacht. Im Gegenteil: Seit Jahren erleben wir eine schrittweise Militarisierung der Außenpolitik, steigende Rüstungsausgaben und eine wachsende Kriegsgefahr. Wie Sahra Wagenknecht zu Recht betont, ist die Nato längst kein reines Verteidigungsbündnis mehr, sondern Teil einer Konfrontationsstrategie, die zur Eskalation beigetragen hat, statt sie zu verhindern. Wer ernsthaft Frieden will, muss anerkennen, dass Sicherheit in Europa nicht gegen Russland, sondern nur gemeinsam mit Russland organisiert werden kann. Eine neue europäische Sicherheitsarchitektur, die auf Diplomatie, gegenseitigen Sicherheitsgarantien und Deeskalation basiert, ist überfällig. Militärmanöver, Aufrüstung und Drohkulissen führen nicht zu Stabilität, sondern vertiefen Misstrauen und erhöhen das Risiko eines großen Krieges. Gerade Deutschland trägt als zentrale Drehscheibe der Nato eine besondere Verantwortung. Diese Verantwortung besteht nicht darin, immer neue Truppenverlegungen zu organisieren, sondern darin, Initiativen für Waffenstillstände, Verhandlungen und eine Abkehr von der Logik militärischer Eskalation voranzutreiben. Diplomatie und Deeskalation sind nicht naiv – sie sind das Gebot der Stunde. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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