• Doppelhaushalt 2027 / 2028
  • Das STREICHQUARTETT ist wieder da.
  • Regionalentwicklung als Motor für die Zukunft – Stärkung ländlicher Räume im Erzgebirgskreis.
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Allgemein

Besuch beim Sächsischen Landeskontrollverband e.V. (LKV)

Besuch beim Sächsischen Landeskontrollverband e.V. (LKV) in Niederwiesa, OT Lichtenwalde. Der Verband übernimmt im Auftrag des Freistaates die sogenannte Milchleistungsprüfung für Rinder, Schafe und Ziegen, prüft die Güte der Rohmilch, untersucht Futtermittel und Bodenproben, ist für die Zuteilung der Ohrmarken der Tiere zuständig und erfüllt darüberhinaus eine Vielzahl weiterer Aufgaben. Der LKV berät die Landwirte in vielerlei fachspezifischen Fragen. Er ist somit ein wichtiger Dienstleister der Branche. Empfangen wurden wir von Geschäftsführer Prof. Dr. Jörg Hilger, der sich trotz intensiven Arbeitspensums knapp 2 Stunden Zeit für uns nahm. Er führte uns zunächst mit einer vorbereiteten Präsentation durch das breite Arbeitsspektrum, anschließend auf einem Rundgang durch die Labore und Lagerhallen der Einrichtung. So konnten wir uns ein Bild der vielfältigen Arbeitsbereiche machen. Ich lernte wieder viel Neues über Begriffe wie GERO (Gesundheit&Robustheit), Zellzahl, Eutergesundheit usw. und erfuhr, dass kein Lebensmittel in Deutschland so intensiv geprüft wird wie Milch. Ich stelle erneut fest, dass das Thema Landwirtschaft oft nur am Rande erwähnt wird und hauptsächlich dann in den Fokus gelangt, wenn die Bauern protestieren und Autobahnauffahrten blockieren. Kaum einer weiß von den Zwängen, der Bürokratie, dem immensen Aufwand in der Agrarwirtschaft. Im Landtag ist oft der Plenarsaal halbleer, wenn über Milchpreise, Mercosur-Abkommen oder Düngemittelknappheit gesprochen wird. Das ist respektlos! Wann bekommt die Landwirtschaft endlich den Stellenwert, den sie verdient? Garant für Ernährungssicherheit, Großarbeitgeber im ländlichen Raum, Hauptakteur der regionalen Wertschöpftung und noch viel mehr. Denkt mal drüber nach, Leute. Und nicht erst, wenn die Milch in den Supermarkt-Regalen oder das Brot beim Bäcker knapp wird. Der Termin im Landeskontrollverband – genau wie in jedem anderen Unternehmen dieser Branche – verdeutlicht einmal mehr, wie unverzichtbar und wertvoll die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte ist. Vielen Dank an Prof. Dr. Hilger und seinem Team für die Zeit, das Gespräch und den Erkenntnisgewinn. GLÜCK AUF!

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Soziale Gerechtigkeit – eines der Grundanliegen des BSW

Aus diesem Grund war uns eine Teilnahme an der von der Gewerkschaft Ver.di in Chemnitz organisierten Demo gegen Sozialabbau besonders wichtig. Dabei waren mit Dr. Christian Schweiger, Sascha Tittel und Elias Sissmeier Kollegen vom BSW Chemnitz. Weitere Chemnitzer BSWler waren aufgrund der Stadtratssitzung verhindert. Einsparmaßnahmen im Gesundheitswesen, im ÖPNV, finanzielle Einschnitte in Rente, Pflege und Bildung – all das sind Belege, wie arrogant die politisch Verantwortlichen am Volk vorbeiregieren. Dem gilt es konsequent entgegenzutreten. Wenn man jedoch die Wirkmacht der Ver.di-Demonstration, an der wohlwollend gerechnet ca. 300 Menschen teilnahmen, mit Massenaktionen wie dem „ProjektM1llion“ vergleicht, sieht man, wem die Bürger einen Politikwechsel zutrauen. Der heutigen Rolle der Gewerkschaften stehe ich grundsätzlich skeptisch gegenüber, trotzdem ist ein gemeinsamer Protest gegen die aktuelle Politik von Landes- und Bundesregierung sinnvoll. Insofern sehe ich die Veranstaltung als Erfolg und die wehenden BSW-Fahnen als sichtbares Zeichen, dass wir zu gesellschaftlichen Veränderungen im Sinne der Bürger unseres Landes bereit sind. GLÜCK AUF!

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Zu Gast beim Zweckverband Abwasser Schlematal (ZAST)

„Das Ohr an die Masse halten“ – ich versuche, diesen schönen Spruch so oft es geht mit Leben zu erfüllen. Deshalb war ich heute beim Zweckverband Abwasser Schlematal (ZAST) zu Gast. In der Kläranlage in Bad Schlema konnte ich mir ein umfassendes Bild von der Abwasseraufbereitung in Aue und Umgebung machen. In Begleitung von Kreisrat Gerd Glöckner, der selbst im Aufsichtsrat eines Abwasserzweckverbandes sitzt, wurde ich vom Technischen Leiter des Verbandes, Herrn Hüttner und dem Teamleiter Kläranlagen, Herrn Göstel empfangen. Während eines zweistündigen Rundganges konnte ich viel Wissenswertes über die wertvolle Arbeit der Wasserexperten aufnehmen. Klar, für die meisten Menschen bedeutet Abwasser lediglich eine vierteljährliche Gebührenabbuchung vom Konto. Was wirklich dahintersteckt, um stark verschmutztes Wasser wieder bedenkenlos in den Kreislauf zu entlassen, beeindruckte mich sehr. Ein Beispiel? Viele Menschen verwechseln die Toilette mit einer kostenlosen Entsorgungsmöglichkeit für Speisen und andere Haushaltartikel. Nicht nur, dass damit die Ratten in den Kanälen fettgefüttert werden, die nicht verwertbaren Gegenstände müssen in der Kläranlage herausgefiltert und entsorgt werden. Frage nicht, was da alles zum Vorschein kommt. Interessant war, wie einzelne Stationen aufeinanderfolgen, um letztlich sauberes Wasser in die Zwickauer Mulde zu leiten. Aus dem entstehenden Klärschlamm wird Gas erzeugt, welches in einem Blockheizkraftwerk zu Wärme und Strom umgewandelt wird. Damit deckt man den gesamten Wärme- sowie rd. 80% des Strombedarfs der Anlage. Ständig neue Richtlinien wie z.B. zur Phosphorrückgewinnung machen immer wieder erhebliche Investitionen notwendig, die letztendlich an der Gebührenschraube drehen. Für den Umwelt- und Naturschutz ist eine akribische Abwasserklärung jedoch unerläßlich. Ein herzliches Dankeschön an die beiden Führungskräfte des ZAST, die geduldig unsere Nachfragen beantworteten und uns damit wieder ein wenig schlauer machten. Wer die aufwendigen Verfahren zur Herstellung sauberen Wassers einmal live erleben konnte, hinterfragt eventuell sein eigenes Verhalten oder sieht zumindest den nächsten Gebührenbescheid mit etwas mehr Verständnis an. Insofern: Eine weitere hochinteressante Veranstaltung – eben „das Ohr an der Masse“‘. Toll! GLÜCK AUF!

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Besuch beim Verein SCHWACH+STARK e.V.

Soziales Engagement in seiner besten Art: Der Verein SCHWACH+STARK e.V.in Ehrenfriedersdorf kümmert sich um Menschen, die Hilfe brauchen. Davon gibt es viele in Deutschland, oftmals sind sie vom Staat im Stich gelassen. Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung, Wohnungs- oder Suchtproblemen, Schulden oder in Notlagen, Migranten und Geflüchtete – sie alle finden hier Beratung und tatkräftige Unterstützung. Das 10-köpfige Team packt an, man versucht, Wegweiser und Problemlöser für sozial Schwächere zu sein, mit Wärme und Herzblut die Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Respekt! Die Vereinsvorsitzende, Frau Sandra Preiß, hatte mich eingeladen, um ein für den Verein heikles Thema zu erörtern: SCHWACH+STARK widmet sich als einer von zwei Betreibern im Erzgebirgskreis dem Frauenschutz. Man gewährt Frauen (oftmals übrigens auch Männern!) in prekären Familien- oder Beziehungsverhältnissen anonyme Unterbringung und Fürsorge. Aufgrund einer neuen Gesetzeslage, speziell dem aktuellen Gewalthilfegesetz, sollen die bestehenden und funktionierenden Strukturen im Landkreis neu geordnet werden. Nach Ansicht der Protagonisten ein Unding. Es ist weder eine inhaltliche Verbesserung noch eine Kosteneinsparung zu erwarten. Interventionen bei staatlichen Stellen blieben erfolglos, als letztes Mittel wandten sich die Verantwortlichen an die Landtagsabgeordneten. Als einer von nur zwei Volksvertretern hatte ich mich zurückgemeldet, nun bringt sich die BSW-Fraktion in die Suche nach Lösungsmöglichkeiten ein. Nach über dreieinhalb(!) Stunden Gespräch mit einem breiten Themenspektrum verabschiedete ich mich mit einem guten Gefühl. Hier wird nicht nur tolle Arbeit für Bedürftige geleistet, es herrscht auch ein klarer Blick für gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen und deren Gründe. Einmal mehr bin ich begeistert, wie eifrig und hingebungsvoll viele Erzgebirger an der Verbesserung des zwischenmenschlichen Zusammenhalts arbeiten, wie intensiv und positiv – jenseits der gängigen Klischees – in unserer Region den bestehenden Widrigkeiten getrotzt wird. Großartig! Danke allen, die sich daran beteiligen. Ihr seid Spitze!

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Was bewegt Sachsen?

Um sich diese Frage zu beantworten, muss man raus aus dem Büro und hin zu den Menschen! Mit meiner Landtagskollegin Doreen Voigt war ich gestern zu Gast bei der Tafel Torgau e.V. Nein, Gast waren wir eigentlich nicht, denn wir waren gekommen, um direkt mitzuarbeiten. Gesagt, getan. In der Obst- und Gemüseabteilung kontrollierten, sortierten und verpackten wir die eingehenden Waren und bereiteten sie gemeinsam mit den vielen freiwilligen Helfern für die Ausgabe an die Bedürftigen vor. Warum die Tafel in Torgau? Im Frühjahr erreichte uns ein Hilferuf dieses Vereins. Ein Wasserschaden hatte den damaligen Standort außer Betrieb gesetzt, die Schließung der Einrichtung drohte. Doreen und ich boten Hilfe an – sowohl finanziell als auch tatkräftig. Inzwischen sind die Helfer in ein neues Domizil umgezogen und gehen wieder gut gelaunt und voller Tatendrang ihrer wichtigen Aufgabe nach. Die Schatzmeisterin des Vereins, Frau Helga Woy, führte uns durch die Räume und berichtete aus ihrer über 20jährigen Tätigkeit. Über 2.500 „Bedarfsgemeinschaften“ im Torgauer Umland werden aktuell von den ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Schlimm genug, dass es sowas im „reichen“ Deutschland gibt, wunderbar, dass sich immer fleißige Menschen finden, die uneigennützig diejenigen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Wir konnten uns überzeugen, mit welchem Herzblut an der Tafel Torgau tagtäglich gearbeitet wird und einen kleinen Beitrag zur Unterstützung leisten. Stellvertretend für alle „Tafeln“ und ähnliche Organisationen möchten wir Frau Woy und ihren Mitstreitern ein herzliches Dankeschön für dieses großartige und wertvolle Engagement und den tollen Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt übermitteln. Im Sächsischen Landtag sehen wir es als unsere Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit im Land zu kämpfen. Das betrifft explizit die Hilfe für die Schwächsten der Gesellschaft, genauso aber unheimlich viele weitere soziale Schwachstellen in unserem Freistaat. Es gibt einiges zu tun. Wir sind dabei! GLÜCK AUF!

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Bee Together! In Stollberg

Wenn Ehrenamt auf Natur- und Artenschutz trifft, entstehen manchmal süße Leckereien. Das erfuhr ich bei meinem Besuch des „Imkerverein Stollberg e.V.“ am eigenen Gaumen. Martina Brandt und Guido Zappel, die beiden supernetten Vorsitzenden, hatten nicht nur Unmengen „bienenspezifischer“ Informationen parat, sie ließen mich auch richtig imkern. Aber der Reihe nach: Im Stollberger Imkerverein finden sich unter dem Motto „bee together“ 55 Mitglieder zusammen. Sie bauen ein ehemaliges Schlachtgebäude einer Agrargenossenschaft sukzessive zu einem Umweltbildungszentrum um, organisieren Schulungen und Informationsveranstaltungen oder ermöglichen Interessierten mit der Aktion „Imkern auf Probe“ einen kostengünstigen Einstieg in dieses nachhaltige Hobby. Das komplette Angebot findet man auf der Homepage des Vereins. Großartige Arbeit, tolles Engagement. Nicht warten, was passiert, sondern loslaufen, Mitglieder und Fördermittel generieren und MACHEN. Ich wurde gleich mit eingespannt: Schürze drüber, Schaber in die Hand und los: Waben abdeckeln, dann kräftig schleudern und den fertigen Honig abfüllen. Das hat mal richtig Spaß gemacht. Ich kenne nun auch den geschmacklichen Unterschied zwischen „Supermarkthonig“ und dem (etwas teureren) echten Imkerhonig. Auch in Sachen Naturschutz hab ich dazugelernt: Neben den Honigbienen brauchen auch die Wildbienen Unterstützung. Lebensräume, Nisthilfen, Blühstreifen sichern den fleißigen Bestäubern das Überleben. Davon haben wir alle etwas. Vor lauter Begeisterung hab gleich mal einen Vereins-Mitgliedsantrag ausgefüllt. Starke Sachsen – starke Sache. Danke für die Einblicke und GLÜCK AUF!

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Ein Besuch bei der Wermsdorfer Fisch GmbH

Die Wermsdorfer Fisch GmbH sucht man kurioserweise in Wermsdorf vergebens. Ich habe sie trotzdem gefunden – in Espenhain. Der Chef kommt mir in Shorts und Kapuzenpulli entgegen. Breites Grinsen, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Cooler Typ, der René Pistor. Die Chemie stimmt sofort. In der Replik auf die Firmengeschichte erklärte er die Herkunft des Namens (ursprünglicher von einst mehreren Standorten war das 35km entfernte Wermsdorf), die Übernahme von seinem Vater und die positive Entwicklung hin zu einem etablierten Fischverarbeitungs- und Vermarktungsbetrieb. Die Firma verarbeitet, veredelt und verkauft sowohl Süßwasserfisch als auch Meeresfisch, betreibt neben einem Werksverkauf mehrere Imbisse, fährt mit Verkaufswagen auf Wochenmärkte und Veranstaltungen wie MotoGP am Sachsenring, Musikfestivals etc. Mit einem Team aus ca. 20 Voll- und Teilzeitbeschäftigten bringt er seine unheimlich leckeren Produkte an den Mann und die Frau. Umtriebig ist er, der René. Ein Macher. Er kennt auch die Hürden, die dem Mittelstand in den Weg gestellt werden. Sein Betrieb ist sehr energieintensiv, die horrenden Strompreise belasten die Firma. Wenn er ausländische Arbeitskräfte einstellen will und die Ämter verwehren das, wenn er für Verkaufsstände mehrere teure elektronische Kassen anschaffen muss oder starre, bürokratische Regelungen seine Kreativität behindern, lässt ihn das kopfschüttelnd zurück. Aufhalten wird es ihn nicht. Dafür ist er zu souverän, so mein Eindruck. Interessantes Detail: Die Forellen, die er verarbeitet, sind echte Erzgebirger! Er bezieht sie aus einem Fischzuchtbetrieb in Schönfeld bei Annaberg-Buchholz. Das ist aber nicht die einzige Verbindung in meine Heimat: René Pistor betreibt jedes Jahr einen großen Verkaufsstand auf dem Annaberger Weihnachtsmarkt. Dort werden wir uns dieses Jahr im Advent treffen – das haben wir uns versprochen. Natürlich erwarb ich ein großes Paket frisch geräuscherten Fisch verschiedener Sorten. Nach inzwischen erfolgter Verkostung gerate ich regelrecht ins Schwärmen: Top-Qualität direkt vom regionalen Erzeuger. Ein kulinarischer Hochgenuss! GLÜCK AUF!

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„Unternehmerfrühstück“ in Stollberg

Als Vertreter der BSW-Fraktion Sachsen trafen Prof. Dr. Jörg Scheibe und ich mit Vertretern regionaler Unternehmen zur einem Meinungsaustausch zusammen. In den Räumen der Stollberger Firma WOBEK GmbH (ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber Anja Oberender und Bernd Drummer) diskutierten wir über die wirtschaftliche Lage des Freistaates und die prekäre Situation in vielen Firmen. Die Kritikpunkte sind hinlänglich bekannt: Bürokratie, Energiepreise, hohe Arbeitskosten, Fachkräftemangel usw. Auch die Lösungsvorschläge, die von den Unternehmerinnen und Unternehmern mit klaren Worten formuliert wurden, sind größtenteils keine Neuerfindungen, sondern logische Forderungen. Da fragt man sich natürlich, warum Regierungspolitiker nicht das machen, was am nahesten liegt: Einfach mal auf die Experten hören und deren Expertise nutzen. Gemäß unserem Motto „Zuhören um zu ändern!“ schrieben wir fleißig auf, was uns angetragen wurde. Es werden sich Gelegenheiten ergeben, selbst als Oppositionspartei, die Themen zur richtigen Zeit an die richtigen Stellen zu lancieren. Wir sind uns einig: Die Wirtschaft muss funktionieren, damit alle anderen Aufgaben erfüllt werden können. Wie sagte ein Teilnehmer treffend: Der Kuchen muss erst gebacken werden, bevor er verteilt wird. Vor allem der Mittelstand muss gestärkt und gefördert werden, auch das ist nicht neu. Man braucht also keine neuen Erkenntnisse, man braucht nur Verantwortungsträger, die die guten Ansätze endlich umsetzen. Vielleicht braucht man auch einfach nur neue Verantwortungsträger… In diesem Sinne GLÜCK AUF!

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Station 7 der „Gesundheitstour“ der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag

Diesmal hatten wir – bei herrlich warmem Sommerwetter – unsere Zelte in Zwickau aufgeschlagen. Der Platz inmitten der Fußgängerzone war bestens gewählt. Nicht nur, dass unser Infostand unübersehbar war, viele der Passanten steuerten direkt auf uns zu und löcherten uns mit ihren Fragen. Diese drehten sich – sofern sie motto-bezogen waren – immer um die Sorgen der Menschen in Sachsen: Der Hausarzt geht ersatzlos in Rente, Facharzttermine sind Mangelware, die Angst vor negativen Folgen der anstehenden Gesundheitsreformen ist deutlich spürbar. Vorbeikommende Mediziner berichten, dass sie sich mittlerweile mehr mit Formularen beschäftigen müssen als mit Patienten. Wir hören zu, wir stellen unsere Positionen vor. Als konstruktive Opposition wollen wir um bessere Lösungen kämpfen. Viele Leute schildern uns ihre berechtigten Erwartungen an die Gesundheitsversorgung. Der Notizzettel unserer Gesundheitstour ist bereits gut gefüllt. Wir nehmen die Sorgen der Sachsen aber nicht nur „mit“, sondern vor allem ernst! Die Tour geht jetzt in die Sommerpause. Am 02. September legen wir wieder los und zwar gleich mit einer Doppeletappe. Dann sind Hohenstein-Ernstthal und Plauen die Tagesziele. GLÜCK AUF und bleiben Sie gesund!

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Politik meets „richtiges Leben“

Als Politiker hilft es unheimlich, sich regelmäßig zu „erden“. Deshalb tauche ich immer wieder gerne in den Alltag verschiedener Berufsgruppen ein. Diesmal: Praktikant im Rettungsdienst. Mein Arbeitstag in der Rettungswache Schwarzenberg, die vom DRK Aue-Schwarzenberg betrieben wird: Einkleidung, Vorstellung, Unterweisung – und los. Ich durfte drei Einsätze begleiten, jeder davon tief beeindruckend. Über Einzelheiten oder Abläufe darf und werde ich nicht berichten, das gebietet der Schutz der Privatsphäre. Professionell und routiniert – die Notfallsanitäter strahlen eine außergewöhnliche Souveränität aus. Sie helfen, sie beraten, sie klären. Ein Job, der viel mehr ist als ein Job. Natürlich geht’s auch bei dieser Arbeit ums Geldverdienen, sagt Sascha, mein heutiger Mentor. Der 49jährige arbeitet seit 30 Jahren im Rettungsdienst und leitet die Schwarzenberger Wache. Von „Helden des Alltags“ oder ähnlichen Zuschreibungen hält er wenig. Wie viele andere will er einfach nur seinen Beruf bestmöglich ausführen. Natürlich ist er stolz darauf, im Laufe der Jahre vielen Menschen das Leben gerettet zu haben. Zwischen den Einsätzen gibt es Gelegenheit zu Gesprächen mit den Kollegen. Auch über politische Themen. Die geäußerten Meinungen spiegeln die Stimmung im Erzgebirge wider. Und dann fragt man sich, warum Regierungspolitiker so selten „dem Volk aufs Maul schauen“, wie es Luther einst formulierte. Egal, ich tue das – und stelle jedes Mal begeistert fest, welch tolle Typen man dabei kennengelernt. Notfallsanitäter und Rettungssanitäter, den Unterschied hab ich heute gelernt, haben natürlich auch berufsbezogene Wünsche an die Politik. Die stehen jetzt in meinem Notizblock. Ein weiterer großartiger Tag in meinem „Politikerleben“. Auch wenn ich nur knapp 8 und nicht 12 Stunden (so lange dauert eine normale Schicht) mitge“arbeitet“ habe, es war anstrengend und emotional herausfordernd. Das Erlebte wird mich nicht loslassen und den Respekt vor der Arbeit der Lebensretter, den ich schon immer hatte, um ein Vielfaches steigern. Mein besonderer Dank geht an Christiane und Sascha – auch für die sichere Rückkehr von rasanten Rettungseinsatzfahrten. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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