• Doppelhaushalt 2027 / 2028
  • Das STREICHQUARTETT ist wieder da.
  • Regionalentwicklung als Motor für die Zukunft – Stärkung ländlicher Räume im Erzgebirgskreis.
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Erzgebirge

Regionaltour Station 2: Rolle-Mühle Waldkirchen

Meine Regionaltour, 2. Station: Die Rolle-Mühle im Grünhainichener Ortsteil Waldkirchen. Empfangen wurde ich in den liebevoll sanierten Räumen des traditionsreichen erzgebirgischen Handwerksbetriebes von den Geschwistern Frank Rolle und Anne Rolle-Baldauf, beide Mitglieder der Geschäftsleitung der Firma. Einem 100minütigem Gespräch zu Historie des Betriebes, Belangen der Branche, aber auch politischer und gesamtgesellschaftlicher Situation folgte ein beeindruckender Rundgang durch alle Bereiche des Unternehmens. Beginnend am firmeneigenen Turbinen-Wasserkraftwerk, das die Mühle weitgehend energieautark aufstellt, führte mich Frau Rolle-Baldauf durch die verschiedenen Abteilungen einer modernen Getreideverarbeitung. Kompetent und anschaulich erklärte sie die Produktionsabläufe, verwies auf spezifische Herausforderungen und räumte mit so manchem Klischee auf. Waren Sie schon mal in einer Mühle? Der Weg vom Korn zum Mehl ist eine vielschichtige Wanderung durch diesen traditionellen Erwerbszweig. Wie sich die Rolle-Mühle mit solider Arbeit, Heimatverbundenheit, Produktspezialisierung und einem tollen Marketingkonzept am umkämpften Markt behauptet, nötigt höchsten Respekt ab. Am jährlich stattfindenden Deutschen Mühlentag (jeweils am Pfingstmontag) kann man sich selbst davon überzeugen. Begeistert von teils überraschenden Impressionen und beladen mit besten regionalen Lebensmitteln aus dem Mühlenladen trat ich die Rückreise an. Es ist immer wieder bewundernswert, was unser Erzgebirge an tollen, tatkräftigen, ideensprühenden und unerschütterlich optimistischen Charakteren hervorbringt. Das macht stolz und zuversichtlich, das verdient bestmögliche Unterstützung durch Gesellschaft und Politik. Zu letzterem will und werde ich meinen ganz persönlichen Beitrag leisten. Versprochen. GLÜCK AUF!

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Regionaltour Station 1: meerane

Meine Regionaltour, auf der ich verschiedene Firmen und Einrichtungen im Freistaat Sachsen besuche, führte mich am 06. Oktober nach Meerane. Gemeinsam mit dem BSW-Kreisvorsitzenden Zwickau, Sascha Wünsch, besuchte ich eine Firma, die sich in Sachen Forschung, Entwicklung und Ausführung einen guten, überregional renommierten Namen gemacht hat. Interessanterweise bat der Firmeninhaber darum, genau diesen Namen nicht in meiner Würdigung zu erwähnen, da er wirtschaftliche bzw. imagebezogene Nachteile befürchtet. Krass – darüber sollte man mal nachdenken… Wie auch immer, das zweistündige Gespräch hat mich rundweg begeistert. Selten begegnete mir ein solches Maß an Kreativität, Schöpferkraft und Innovationswille. Der Chef ein multi-geniales Energiebündel, seine Frau der ruhende, organisierende Pol, beide – nach eigener Aussage – nicht profit-, sondern sozialorientiert. Echt cool, echt besonders. Klare politische Sichtweisen und das, was man allgemein als „gesunden Menschenverstand“ bezeichnet, es hat riesigen Spass gemacht, sich auszutauschen. Die Firma hat – nach meiner bescheidenen Einschätzung – das Potential, ein wichtiger Akteur innerhalb des sogenannten „Masterplan Südwestsachsen“ zu werden. Brisant wurde es beim Thema „Entwicklung/Produktion militärischer Güter“, die einen Teil des Firmen-Portfolios darstellt. Hier spürte man durchaus den Spagat zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und moralischer Bedenken. Zugute halten muss man dem Unternehmen, dass man in dem Bereich bereits seit vielen Jahren arbeitet und nicht erst jetzt darauf umgestellt hat. Oft wird heute von „Defense“ gesprochen, übersetzt „Verteidigung“. Im Falle der betreffenden Firma korrekt, im Falle von z.B. Covenant Leipzig als Produzent aggressiver Angriffswaffen eben nicht. Da geht es nicht nur um todbringendes Kriegsgerät, da geht auch um die Implementierung potenzieller Angriffsziele in Sachsen. Hier ist das BSW völlig klar: Abkehr von ruinöser Hochrüstung, keine Umstellung auf Kriegswirtschaft, Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit! Auf dem Rückweg kam ich an einem Rosterstand mit vier Einwohnern ins Gespräch. Gleich noch ein tolles Erlebnis entsprechend meinem bzw. dem Lutherschen Credo: „Dem Volk aufs Maul schauen…!“ Da hört man Wahrheiten, die von den Regierungen in Bund und Land zu oft ignoriert werden. Das wird nicht mehr lange gut gehen… GLÜCK AUF!

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35 Jahre WOBEK

Anlässlich des 35jährigen Betriebsjubiläums der Firma WOBEK GmbH in Stollberg lud das erzgebirgische Unternehmen zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Selbstverständlich war ich vor Ort und überbringe meine Gratulation als Ausdruck höchster Wertschätzung. Der mittelständische Betrieb ist ein großartiges Beispiel dafür, wie gut beste Qualitätsarbeit und regionale Wertschöpfung kombinierbar sind. Mit Seniorchef Bernd Drummer und seiner Tochter Anja Oberender, die inzwischen die Geschäfte führt, pflege ich ein langjähriges freundschaftliches Verhältnis. Auch politisch stehen wir uns nahe. Meine persönlichen Höhepunkte der Verbindung zur Fa. WOBEK waren der Werksbesuch Sahra Wagenknechts im Rahmen des Landtagswahlkampfes 2024 sowie mein „Arbeitstag in der Produktion“ im Oktober 2025. Herzlichen Glückwunsch allen Mitarbeitern sowie der gesamten Firmenleitung dieses wichtigen regionalen Arbeitgebers und alles Gute für die Zukunft! GLÜCK AUF!

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Zu Gast beim Zweckverband Abwasser Schlematal (ZAST)

„Das Ohr an die Masse halten“ – ich versuche, diesen schönen Spruch so oft es geht mit Leben zu erfüllen. Deshalb war ich heute beim Zweckverband Abwasser Schlematal (ZAST) zu Gast. In der Kläranlage in Bad Schlema konnte ich mir ein umfassendes Bild von der Abwasseraufbereitung in Aue und Umgebung machen. In Begleitung von Kreisrat Gerd Glöckner, der selbst im Aufsichtsrat eines Abwasserzweckverbandes sitzt, wurde ich vom Technischen Leiter des Verbandes, Herrn Hüttner und dem Teamleiter Kläranlagen, Herrn Göstel empfangen. Während eines zweistündigen Rundganges konnte ich viel Wissenswertes über die wertvolle Arbeit der Wasserexperten aufnehmen. Klar, für die meisten Menschen bedeutet Abwasser lediglich eine vierteljährliche Gebührenabbuchung vom Konto. Was wirklich dahintersteckt, um stark verschmutztes Wasser wieder bedenkenlos in den Kreislauf zu entlassen, beeindruckte mich sehr. Ein Beispiel? Viele Menschen verwechseln die Toilette mit einer kostenlosen Entsorgungsmöglichkeit für Speisen und andere Haushaltartikel. Nicht nur, dass damit die Ratten in den Kanälen fettgefüttert werden, die nicht verwertbaren Gegenstände müssen in der Kläranlage herausgefiltert und entsorgt werden. Frage nicht, was da alles zum Vorschein kommt. Interessant war, wie einzelne Stationen aufeinanderfolgen, um letztlich sauberes Wasser in die Zwickauer Mulde zu leiten. Aus dem entstehenden Klärschlamm wird Gas erzeugt, welches in einem Blockheizkraftwerk zu Wärme und Strom umgewandelt wird. Damit deckt man den gesamten Wärme- sowie rd. 80% des Strombedarfs der Anlage. Ständig neue Richtlinien wie z.B. zur Phosphorrückgewinnung machen immer wieder erhebliche Investitionen notwendig, die letztendlich an der Gebührenschraube drehen. Für den Umwelt- und Naturschutz ist eine akribische Abwasserklärung jedoch unerläßlich. Ein herzliches Dankeschön an die beiden Führungskräfte des ZAST, die geduldig unsere Nachfragen beantworteten und uns damit wieder ein wenig schlauer machten. Wer die aufwendigen Verfahren zur Herstellung sauberen Wassers einmal live erleben konnte, hinterfragt eventuell sein eigenes Verhalten oder sieht zumindest den nächsten Gebührenbescheid mit etwas mehr Verständnis an. Insofern: Eine weitere hochinteressante Veranstaltung – eben „das Ohr an der Masse“‘. Toll! GLÜCK AUF!

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Besuch beim Verein SCHWACH+STARK e.V.

Soziales Engagement in seiner besten Art: Der Verein SCHWACH+STARK e.V.in Ehrenfriedersdorf kümmert sich um Menschen, die Hilfe brauchen. Davon gibt es viele in Deutschland, oftmals sind sie vom Staat im Stich gelassen. Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung, Wohnungs- oder Suchtproblemen, Schulden oder in Notlagen, Migranten und Geflüchtete – sie alle finden hier Beratung und tatkräftige Unterstützung. Das 10-köpfige Team packt an, man versucht, Wegweiser und Problemlöser für sozial Schwächere zu sein, mit Wärme und Herzblut die Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Respekt! Die Vereinsvorsitzende, Frau Sandra Preiß, hatte mich eingeladen, um ein für den Verein heikles Thema zu erörtern: SCHWACH+STARK widmet sich als einer von zwei Betreibern im Erzgebirgskreis dem Frauenschutz. Man gewährt Frauen (oftmals übrigens auch Männern!) in prekären Familien- oder Beziehungsverhältnissen anonyme Unterbringung und Fürsorge. Aufgrund einer neuen Gesetzeslage, speziell dem aktuellen Gewalthilfegesetz, sollen die bestehenden und funktionierenden Strukturen im Landkreis neu geordnet werden. Nach Ansicht der Protagonisten ein Unding. Es ist weder eine inhaltliche Verbesserung noch eine Kosteneinsparung zu erwarten. Interventionen bei staatlichen Stellen blieben erfolglos, als letztes Mittel wandten sich die Verantwortlichen an die Landtagsabgeordneten. Als einer von nur zwei Volksvertretern hatte ich mich zurückgemeldet, nun bringt sich die BSW-Fraktion in die Suche nach Lösungsmöglichkeiten ein. Nach über dreieinhalb(!) Stunden Gespräch mit einem breiten Themenspektrum verabschiedete ich mich mit einem guten Gefühl. Hier wird nicht nur tolle Arbeit für Bedürftige geleistet, es herrscht auch ein klarer Blick für gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen und deren Gründe. Einmal mehr bin ich begeistert, wie eifrig und hingebungsvoll viele Erzgebirger an der Verbesserung des zwischenmenschlichen Zusammenhalts arbeiten, wie intensiv und positiv – jenseits der gängigen Klischees – in unserer Region den bestehenden Widrigkeiten getrotzt wird. Großartig! Danke allen, die sich daran beteiligen. Ihr seid Spitze!

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Regionaltour 2026: Station in Annaberg-Buchholz und Ehrenfriedersdorf

BSW vor Ort. Heute auf den Marktplätzen in Annaberg-Buchholz und Ehrenfriedersdorf. Vor allem in Annaberg war echter Trubel. Auf dem Markt und an unserem Stand. „Was macht ihr denn hier, es ist doch gar keine Wahl?“ „Genau deshalb, weil wir eben nicht nur im Wahlkampf auftauchen und gescheite Reden halten, sondern den Menschen permanent zuhören wollen!“ Solche Dialoge führen wir recht oft. Die Leute sind überrascht, weil sie das von den (Alt-)Parteien nicht gewohnt sind. „Dem Volk auf‘s Maul schauen“, so beschrieb schon Luther die Notwendigkeit, sich mit den echten Sorgen und Problemen der Menschen zu befassen. Diesen wichtigen Gedanken habe ich mir zueigen gemacht. Mit den Leuten vor Ort reden – und ganz wichtig: Zuhören! Zuhören um zu ändern. DAS ist BSW! GLÜCK AUF! Ulf Lange

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zu Besuch im Tierheim Bockau des Tierschutzvereins Aue-Schwarzenberg und Umgebung e.V.

Die Leiterin der Einrichtung, Frau Susanne Trommler, führte uns durch ihr Haus, zeigte uns ihre Zöglinge und versorgte uns mit allerlei Informationen rund ums Tierheimleben. Es steckt jede Menge Arbeit, aber auch Herzblut drin, die Fund- und Abgabetiere zu betreuen, zu pflegen und zu vermitteln. Und es kostet. Die notwendigen Kastrationen, Impfungen, Operationen, Tierarzt- und Futterkosten verschlingen jährlich Zehntausende Euro. Sanierungs-, Um- und Ausbaumaßnahmen am Objekt sowie Personalkosten kommen hinzu. Tierschutz ist nicht nur Herzensangelegenheit, sondern auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Frau Trommler und ihr Team verrichten sie mit Hingabe. Die Hürden? Lästige, teils unnötige Bürokratie und das fehlende Geld. Auch einige helfende Hände würden gebraucht. Aber die Bockauer lamentieren nicht, sie machen. Die Hunde und Katzen danken es mit liebevoller Schmuserei und dankbaren Blicken. Von mir gab’s eine finanzielle Zuwendung. Und ein herzliches Dankeschön für den Rundgang und die wertvolle Arbeit, die Frau Trommler im Ehrenamt ausführt. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

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Bee Together! In Stollberg

Wenn Ehrenamt auf Natur- und Artenschutz trifft, entstehen manchmal süße Leckereien. Das erfuhr ich bei meinem Besuch des „Imkerverein Stollberg e.V.“ am eigenen Gaumen. Martina Brandt und Guido Zappel, die beiden supernetten Vorsitzenden, hatten nicht nur Unmengen „bienenspezifischer“ Informationen parat, sie ließen mich auch richtig imkern. Aber der Reihe nach: Im Stollberger Imkerverein finden sich unter dem Motto „bee together“ 55 Mitglieder zusammen. Sie bauen ein ehemaliges Schlachtgebäude einer Agrargenossenschaft sukzessive zu einem Umweltbildungszentrum um, organisieren Schulungen und Informationsveranstaltungen oder ermöglichen Interessierten mit der Aktion „Imkern auf Probe“ einen kostengünstigen Einstieg in dieses nachhaltige Hobby. Das komplette Angebot findet man auf der Homepage des Vereins. Großartige Arbeit, tolles Engagement. Nicht warten, was passiert, sondern loslaufen, Mitglieder und Fördermittel generieren und MACHEN. Ich wurde gleich mit eingespannt: Schürze drüber, Schaber in die Hand und los: Waben abdeckeln, dann kräftig schleudern und den fertigen Honig abfüllen. Das hat mal richtig Spaß gemacht. Ich kenne nun auch den geschmacklichen Unterschied zwischen „Supermarkthonig“ und dem (etwas teureren) echten Imkerhonig. Auch in Sachen Naturschutz hab ich dazugelernt: Neben den Honigbienen brauchen auch die Wildbienen Unterstützung. Lebensräume, Nisthilfen, Blühstreifen sichern den fleißigen Bestäubern das Überleben. Davon haben wir alle etwas. Vor lauter Begeisterung hab gleich mal einen Vereins-Mitgliedsantrag ausgefüllt. Starke Sachsen – starke Sache. Danke für die Einblicke und GLÜCK AUF!

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„Unternehmerfrühstück“ in Stollberg

Als Vertreter der BSW-Fraktion Sachsen trafen Prof. Dr. Jörg Scheibe und ich mit Vertretern regionaler Unternehmen zur einem Meinungsaustausch zusammen. In den Räumen der Stollberger Firma WOBEK GmbH (ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber Anja Oberender und Bernd Drummer) diskutierten wir über die wirtschaftliche Lage des Freistaates und die prekäre Situation in vielen Firmen. Die Kritikpunkte sind hinlänglich bekannt: Bürokratie, Energiepreise, hohe Arbeitskosten, Fachkräftemangel usw. Auch die Lösungsvorschläge, die von den Unternehmerinnen und Unternehmern mit klaren Worten formuliert wurden, sind größtenteils keine Neuerfindungen, sondern logische Forderungen. Da fragt man sich natürlich, warum Regierungspolitiker nicht das machen, was am nahesten liegt: Einfach mal auf die Experten hören und deren Expertise nutzen. Gemäß unserem Motto „Zuhören um zu ändern!“ schrieben wir fleißig auf, was uns angetragen wurde. Es werden sich Gelegenheiten ergeben, selbst als Oppositionspartei, die Themen zur richtigen Zeit an die richtigen Stellen zu lancieren. Wir sind uns einig: Die Wirtschaft muss funktionieren, damit alle anderen Aufgaben erfüllt werden können. Wie sagte ein Teilnehmer treffend: Der Kuchen muss erst gebacken werden, bevor er verteilt wird. Vor allem der Mittelstand muss gestärkt und gefördert werden, auch das ist nicht neu. Man braucht also keine neuen Erkenntnisse, man braucht nur Verantwortungsträger, die die guten Ansätze endlich umsetzen. Vielleicht braucht man auch einfach nur neue Verantwortungsträger… In diesem Sinne GLÜCK AUF!

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Politik meets „richtiges Leben“

Als Politiker hilft es unheimlich, sich regelmäßig zu „erden“. Deshalb tauche ich immer wieder gerne in den Alltag verschiedener Berufsgruppen ein. Diesmal: Praktikant im Rettungsdienst. Mein Arbeitstag in der Rettungswache Schwarzenberg, die vom DRK Aue-Schwarzenberg betrieben wird: Einkleidung, Vorstellung, Unterweisung – und los. Ich durfte drei Einsätze begleiten, jeder davon tief beeindruckend. Über Einzelheiten oder Abläufe darf und werde ich nicht berichten, das gebietet der Schutz der Privatsphäre. Professionell und routiniert – die Notfallsanitäter strahlen eine außergewöhnliche Souveränität aus. Sie helfen, sie beraten, sie klären. Ein Job, der viel mehr ist als ein Job. Natürlich geht’s auch bei dieser Arbeit ums Geldverdienen, sagt Sascha, mein heutiger Mentor. Der 49jährige arbeitet seit 30 Jahren im Rettungsdienst und leitet die Schwarzenberger Wache. Von „Helden des Alltags“ oder ähnlichen Zuschreibungen hält er wenig. Wie viele andere will er einfach nur seinen Beruf bestmöglich ausführen. Natürlich ist er stolz darauf, im Laufe der Jahre vielen Menschen das Leben gerettet zu haben. Zwischen den Einsätzen gibt es Gelegenheit zu Gesprächen mit den Kollegen. Auch über politische Themen. Die geäußerten Meinungen spiegeln die Stimmung im Erzgebirge wider. Und dann fragt man sich, warum Regierungspolitiker so selten „dem Volk aufs Maul schauen“, wie es Luther einst formulierte. Egal, ich tue das – und stelle jedes Mal begeistert fest, welch tolle Typen man dabei kennengelernt. Notfallsanitäter und Rettungssanitäter, den Unterschied hab ich heute gelernt, haben natürlich auch berufsbezogene Wünsche an die Politik. Die stehen jetzt in meinem Notizblock. Ein weiterer großartiger Tag in meinem „Politikerleben“. Auch wenn ich nur knapp 8 und nicht 12 Stunden (so lange dauert eine normale Schicht) mitge“arbeitet“ habe, es war anstrengend und emotional herausfordernd. Das Erlebte wird mich nicht loslassen und den Respekt vor der Arbeit der Lebensretter, den ich schon immer hatte, um ein Vielfaches steigern. Mein besonderer Dank geht an Christiane und Sascha – auch für die sichere Rückkehr von rasanten Rettungseinsatzfahrten. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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