Meine Regionaltour, auf der ich verschiedene Firmen und Einrichtungen im Freistaat Sachsen besuche, führte mich am 06. Oktober nach Meerane. Gemeinsam mit dem BSW-Kreisvorsitzenden Zwickau, Sascha Wünsch, besuchte ich eine Firma, die sich in Sachen Forschung, Entwicklung und Ausführung einen guten, überregional renommierten Namen gemacht hat.
Interessanterweise bat der Firmeninhaber darum, genau diesen Namen nicht in meiner Würdigung zu erwähnen, da er wirtschaftliche bzw. imagebezogene Nachteile befürchtet. Krass – darüber sollte man mal nachdenken…
Wie auch immer, das zweistündige Gespräch hat mich rundweg begeistert. Selten begegnete mir ein solches Maß an Kreativität, Schöpferkraft und Innovationswille. Der Chef ein multi-geniales Energiebündel, seine Frau der ruhende, organisierende Pol, beide – nach eigener Aussage – nicht profit-, sondern sozialorientiert. Echt cool, echt besonders.
Klare politische Sichtweisen und das, was man allgemein als „gesunden Menschenverstand“ bezeichnet, es hat riesigen Spass gemacht, sich auszutauschen.
Die Firma hat – nach meiner bescheidenen Einschätzung – das Potential, ein wichtiger Akteur innerhalb des sogenannten „Masterplan Südwestsachsen“ zu werden.
Brisant wurde es beim Thema „Entwicklung/Produktion militärischer Güter“, die einen Teil des Firmen-Portfolios darstellt. Hier spürte man durchaus den Spagat zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und moralischer Bedenken. Zugute halten muss man dem Unternehmen, dass man in dem Bereich bereits seit vielen Jahren arbeitet und nicht erst jetzt darauf umgestellt hat.
Oft wird heute von „Defense“ gesprochen, übersetzt „Verteidigung“. Im Falle der betreffenden Firma korrekt, im Falle von z.B. Covenant Leipzig als Produzent aggressiver Angriffswaffen eben nicht. Da geht es nicht nur um todbringendes Kriegsgerät, da geht auch um die Implementierung potenzieller Angriffsziele in Sachsen.
Hier ist das BSW völlig klar: Abkehr von ruinöser Hochrüstung, keine Umstellung auf Kriegswirtschaft, Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!
Auf dem Rückweg kam ich an einem Rosterstand mit vier Einwohnern ins Gespräch. Gleich noch ein tolles Erlebnis entsprechend meinem bzw. dem Lutherschen Credo: „Dem Volk aufs Maul schauen…!“ Da hört man Wahrheiten, die von den Regierungen in Bund und Land zu oft ignoriert werden.
Das wird nicht mehr lange gut gehen…
GLÜCK AUF!
