• Doppelhaushalt 2027 / 2028
  • Das STREICHQUARTETT ist wieder da.
  • Regionalentwicklung als Motor für die Zukunft – Stärkung ländlicher Räume im Erzgebirgskreis.
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Sächsischer Landtag

Neuigkeiten aus meiner politischen Arbeit im Sächsischen Landtag.

Erzgebirge wird verkauft – und keiner stoppt es

Während überall von „strategischer Souveränität“ gesprochen wird, droht im Erzgebirge genau das Gegenteil: Ein zentrales Rohstoffprojekt soll an einen Investor aus Asien gehen. Was hier passiert, ist kein gewöhnlicher Deal – es geht um eine Region, ihre Geschichte und ihre Zukunft. Der Bergbau hat das Erzgebirge geprägt wie kaum etwas anderes. Er hat Arbeit geschaffen – und tiefe Brüche hinterlassen. Gerade deshalb braucht es heute Verantwortung. Stattdessen droht ein Ausverkauf. Ulf Lange bringt es auf den Punkt: „Während die Bundesregierung öffentlich betont, unabhängiger von globalen Lieferketten werden zu wollen und Wertschöpfung im eigenen Land zu stärken, wird hier ein strategisch wichtiges Rohstoffprojekt faktisch aus der Hand gegeben. Wolfram und Zinn sind Schlüsselrohstoffe für Industrie, Energiewende und Hochtechnologie. Wer Versorgungssicherheit ernst meint, darf solche Projekte nicht aus der nationalen Verantwortung entlassen. Ein Verkauf an internationale Finanzinvestoren birgt die konkrete Gefahr, dass Rohstoffe primär nach globalen Marktlogiken verwertet werden – ohne Rücksicht auf regionale Interessen. Am Ende bleiben Belastungen vor Ort, während die Wertschöpfung abfließt. Das ist weder wirtschaftlich vernünftig noch politisch vermittelbar.“ Für uns als BSW ist klar: Strategische Rohstoffe gehören nicht auf den internationalen Wühltisch. Unsere Forderungen sind eindeutig: Stopp des Verkaufsprozesses Sicherung strategischer Rohstoffe in nationaler Verantwortung Regionale Wertschöpfung statt Abfluss von Gewinnen Mitsprache für Kommunen und Bevölkerung Klare Umwelt- und Gesundheitsstandards Verlässliche Arbeitsplätze für die Region Das Erzgebirge darf nicht wieder zum Spielball externer Interessen werden. Wer es ernst meint mit wirtschaftlicher Vernunft, muss jetzt handeln. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Regionaltag der BSW-Fraktion Sachsen im Landkreis Nordsachsen

Regionaltag der BSW-Fraktion Sachsen im Landkreis Nordsachsen. Am Dienstag war unsere Fraktion (fast ) flächendeckend in Nordsachsen unterwegs. Den Marktständen in Delitzsch, Torgau und Oschatz folgten Besuche im Landratsamt des Kreises, eines Krankenhauses sowie der Polizeidienststelle in Oschatz. Und am Abend gab’s noch einen Bürgerdialog mit Einwohnern von Eilenburg. Wir zeigen Präsenz! Wir kommen mit Bürgern ins Gespräch, aber auch mit kommunalen Verantwortungsträgern, Akteuren des Gesundheitswesens und der Sicherheitsbehörden. Was wir hören ist nicht neu, aber sehr bedenklich: Viele Menschen in Sachsen fühlen sich von der Regierung nicht mehr vertreten, den Kommunen droht der finanzielle Kollaps. Die Politik agiere „am Volk vorbei“, die Unzufriedenheit ist allgegenwärtig. Wir hören zu, wir erklären unsere Ansätze zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Freistaat. Das BSW setzt sich ein für Frieden, wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit. Bürgernah und authentisch. Nordsachsen bildete den Auftakt. Nach und nach besuchen wir alle Landkreise Sachsens. Und bald sind wir auch in Ihrer Nähe. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald

81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald

Am 11.04.1945 wurde das Konzentrationslager Buchenwald durch amerikanische Truppen befreit. 81 Jahre später versammelten sich Mitglieder des thüringischen und des sächsischen BSW gemeinsam mit Vertretern der Vereinigung „Deutsch-russische Seelen“ an diesem geschichtsträchtigen Ort, um der tausenden Opfer zu gedenken. Unser gemeinsames Anliegen ist es, vor Rassismus und Gewaltherrschaft zu warnen und an dessen Folgen, nämlich Krieg und Zerstörung, zu erinnern. Heute soll unser Land wieder kriegstüchtig gemacht werden, Kriegshysterie und massive Aufrüstung bestimmen die Politik der aktuellen Regierung. Umso wichtiger ist es, ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu setzen. Die Delegationen, denen unter anderem Anke Wirsing, Mitglied des Thüringer Landtages und friedenspolitische Sprecherin der dortigen BSW-Fraktion, Anastasia Wirsing, Bundesvorsitzende des JSW, Ulf Lange, Mitglied der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Frank Hartung und Gerd Glöckner vom BSW-Kreisverband Erzgebirge und Jan Riedel, Vereinsvorsitzender der „Deutsch-Russischen Seelen“, angehörten, legten gemeinsam Kränze und Blumen nieder. Sowohl am weithin sichtbaren Glockenturm auf dem Ettersberg als auch auf dem Appellplatz innerhalb der KZ-Gedenkstätte wurde in kurzen Ansprachen an das Leid der Häftlinge erinnert und die Toten geehrt. Es war eine würdevolle Veranstaltung, die in besonderer Weise Ehrung, Gedenken und Mahnung vereinte und zudem die gute bundesländerübergreifende Zusammenarbeit des BSW demonstrierte. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Bauern unter Druck

Zwischen Feldarbeit und Preisschock: Bauern unter Druck

„Ein Bericht der Freien Presse vom 21.03.2026 aus dem Erzgebirge zeigt sehr deutlich, was Kriege in der Welt ganz konkret bei uns auslösen. Während unsere Bauern gerade die Felder bestellen, schießen die Dieselpreise nach oben – und gleichzeitig bricht der Milchpreis ein: Von 50 auf 34ct pro Liter. Für manche Betriebe geht es da schnell um die Existenz. Viele reden bei Krieg über Strategie, Bündnisse oder Geopolitik. Auf den Höfen bedeutet er vor allem eines: höhere Kosten, mehr Unsicherheit und schlaflose Nächte. Wenn Energiepreise explodieren, trifft das zuerst die Landwirtschaft – und am Ende auch die Verbraucherinnen und Verbraucher. Deshalb sage ich klar: Frieden ist nicht nur ein großes Wort aus der Außenpolitik. Frieden ist auch wirtschaftliche Vernunft. Frieden bedeutet stabile Preise, Planungssicherheit für Betriebe und eine sichere Versorgung mit Lebensmitteln. Krieg macht alles teurer – für Bauern und letztlich für alle. Die Landwirtschaft im Erzgebirge und in ganz Sachsen darf mit dieser Entwicklung nicht allein gelassen werden. Ich werde das Thema weiter im Sächsischen Landtag ansprechen und mich dafür einsetzen, dass die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe stärker berücksichtigt wird.“ so Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag. Der Bericht der Freien Presse vom 21.03.2026: Iran-Krieg trifft Bauern im Erzgebirge: Neben hohen Spritpreisen auch noch Milchpreis-Absturz Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Besuch im Sächsischen Landtag

Besuch im Sächsischen Landtag

Ein Bus voller politikinteressierter Menschen aus dem Erzgebirge, wundervolles Vor-Frühlings-Wetter und jede Menge gute Laune – so ging es am Freitag zum Besuch des Sächsischen Landtages nach Dresden. Meine 27 Gäste und ich nahmen an einer hochinteressanten, sehr informativen Führung durch das „Hohe Haus“ teil, probierten die Sitzplätze im Plenarsaal aus und schauten anschließend den Fraktionssaal der sächsischen BSW-Fraktion sowie ein Abgeordnetenbüro (in dem Fall meins ) an. Danach versammelten wir uns zu einem sogenannten „Abgeordnetengespräch“ mit Frage- und Diskussionsrunde, dazu gab es einen deftigen Imbiss und kühle Getränke. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die erhaltenen Einblicke in den parlamentarischen Alltag teils deutlich von ihren Vorstellungen von politischer Arbeit abweichen. Die ungeschönten Informationen und Anekdoten zu „üblichen“ Vorgängen im Landtag riefen oft erstauntes Kopfschütteln hervor. Insofern konnte ich mein Vorhaben, den mitgereisten Bürgern einen realistischen Eindruck vom Wirken der „Volksvertreter“ zu vermitteln, vollständig umsetzen. Ich bedanke mich für das Interesse und lade hiermit diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind, ganz herzlich zur nächsten Landtagsfahrt ein, die voraussichtlich im Herbst diesen Jahres stattfinden wird. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Austausch zum Bauernfrühstück mit Sächsischen Landtwirten

Austausch zum Bauernfrühstück in Stollberg

Am 10. März 2026 fand im Stollberger Kulturbahnhof das „1. Erzgebirgische Bauernfrühstück“ statt. Der Name klingt zunächst etwas verwirrend, der Hintergrund ist aber einfach: Mein Team und ich hatten Landwirtinnen und Landwirte der Region sowie Interessenvertreter der Branche zu einem fachlichen Austausch eingeladen – inklusive Frühstück. Ein sehr sinnvolles Format, bei dem die Betroffenen sprechen und die Politik zuhört, nicht – wie zu oft – umgekehrt! Thematisiert wurden in Eingangsrede, Impulsvortrag und offener Diskussion die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft: Existenzbedrohende Erzeugerpreise, überbordende bürokratische Anforderungen, Tierwohlbestimmungen, das Düngerecht, Mindestlohn, u.v.m. Es entwickelte sich eine äußerst lebhafte Debatte. Die teilnehmenden Firmeninhaber, Besitzer oder Geschäftsführer kleiner oder mittlerer Höfe bzw. Agrarunternehmen sowie mit Werner Bergelt der Geschäftsführer des Regionalbauernverbandes fanden klare Worte zur ihrer Situation, zu von der Politik verursachten Fehlentwicklungen oder Ihren Erwartungshaltungen an EU, Bund und Landesregierung. Und wieder wurde das Missverhältnis zwischen den Menschen, die für Lebensmittel und Ernährungssicherheit sorgen, und deren Ansehen in unserer Gesellschaft deutlich. Als landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im sächsischen Landtag ist es mir ein besonderes Anliegen, die Wertschätzung für diesen eminent wichtigen Berufszweig ins richtige Lot zu bringen. Mit diesem Versprechen und der Zusage, dieses nützliche Gesprächsformat regelmäßig fortzuführen, endete eine interessante und beiderseits zufriedenstellende Veranstaltung nach zweieinhalb Stunden. Ich selbst habe wieder viel gelernt und neue Sichtweisen kennengelernt. Danke an die engagierten Teilnehmer – und bis zum nächsten Mal, wenn das Motto wieder heißt: „Zuhören – verstehen – anpacken!“ Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Aus dem Alltag eines Fachpolitikers für Landwirtschaft und Regionalentwicklung

Als landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag bin ich Obmann im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft. Hier befasse ich mich unter anderem mit Themen wie Mercosur-Abkommen, Schutz beziehungsweise Bejagung von Wolf, Luchs und Biber, Agrarstrukturgesetz, Düngemittelverordnung, Ergebnissen und Folgen der Bauernproteste, dem Waldumbau und mehr. Ich treffe mich regelmäßig mit Interessenvertretern der verschiedenen Akteure: Landes- und Regionalbauernverband (SLB/RBV), dem Naturschutzbund NABU, dem Verein „Land schafft Verbindung“, dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und vielen anderen. Noch intensiver ist mein Austausch mit verschiedenen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, Weingütern, Wasser-/Abwasserzweckverbänden und ähnlichem. Dies ist besonders wichtig, da ich mir dort das Rüstzeug für meine Arbeit hole. Da unsere Fraktion alle Themenfelder und Ausschüsse besetzen muss, wir aber nicht auf jedem Gebiet einen entsprechend bewanderten Abgeordneten aufbieten können, sind in manchen Bereichen – wie in meinem – auch fachfremde Politiker tätig. Das ist nicht schlimm, so geht man wenigstens vorbehaltlos an die Probleme heran, benötigt lediglich zwei Voraussetzungen dazu: Einen ausgewiesenen Experten an meiner Seite sowie den Willen, sich mit der Spezifik des Tätigkeitsbereiches eingehend auseinanderzusetzen. Ersteren habe ich mit meinem Parlamentarischen Berater Carsten Berg gefunden, letzteres habe ich mir auf die Fahne geschrieben. Natürlich befasse ich mich zusätzlich mit regionalen Themen meines Wahlkreises. Das eindrucksvollste Erlebnis war dabei meine „Tour de Commune“ genannte Besuchsreise durch die Rathäuser des Erzgebirgskreises, in deren Verlauf ich innerhalb von fünf Monaten zu Gast bei 53 Bürgermeister meiner Heimatregion sein durfte. Ein herzliches GLÜCK AUF! Ulf Lange, MdL, ErzgebirgeMitglied und Obmann im Ausschuss für Umwelt und LandwirtschaftSprecher für LandwirtschaftspolitikSprecher für Regionalentwicklung

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Zwei Jahre Bauernproteste – BSW fordert verbindliche Regeln für faire Preise und Schutz vor Bodenspekulation

Zwei Jahre nach den Bauernprotesten hat sich die Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe weiter verschärft. Nicht kostendeckende Erzeugerpreise, steigende Kosten und explodierende Bodenpreise gefährden die wirtschaftliche Existenz zahlreicher Höfe in Sachsen. Mit einem Antrag fordert die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag die Staatsregierung auf, endlich strukturelle Maßnahmen zu ergreifen. Zentrale Punkte sind verbindliche, schriftliche Verträge zwischen Erzeugern und Abnehmern mit Mindeststandards bei Preisen und Laufzeiten, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung sowie der gezielte Ausbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen. Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, erklärt:„Die Bauernproteste waren ein Warnsignal. Doch politisch ist danach viel geredet und wenig verändert worden. Solange Landwirtinnen und Landwirte keine fairen Preise und keine Planungssicherheit haben, wird das Höfesterben weitergehen.“ Besonders kritisch sieht die BSW-Fraktion die Entwicklung am Bodenmarkt. In Sachsen haben sich die Kaufpreise für Agrarflächen in den letzten Jahren nahezu verdreifacht. Außerlandwirtschaftliche Investoren und spekulative Modelle verdrängen zunehmend ortsansässige Betriebe. „Wenn Agrarland zur Geldanlage wird, verliert die Landwirtschaft ihre Grundlage“, so Lange. „Der Freistaat muss endlich Regulierungslücken schließen und Preismissbrauch bei Kauf- und Pachtverträgen wirksam begrenzen.“ Auch der Umbau der Tierhaltung komme ohne verlässliche Förderung nicht voran. Die Kürzungen beim Bundesprogramm „Umbau der Tierhaltung“ hätten Investitionen in mehr Tierwohl ausgebremst. Die BSW-Fraktion fordert deshalb eine langfristig gesicherte Finanzierung durch den Bund, orientiert an den Empfehlungen der Borchert-Kommission. Mit dem Antrag macht die BSW-Fraktion deutlich: Ohne verbindliche Regeln, Schutz vor Bodenspekulation und echte Planungssicherheit drohen weitere Betriebsschließungen und eine nachhaltige Schwächung des ländlichen Raums in Sachsen. Ein herzliches GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Die heutigen Bauernproteste sind kein Aktionismus, sondern ein Hilferuf!

Dresden, 08.01.2026 Landwirtschaftliche Betriebe geraten immer stärker unter Druck: steigende Kosten, wachsende Bürokratie und immer neue Auflagen treffen auf eine Agrarpolitik, die ihre eigenen Standards im internationalen Handel u.a. durch das Mercosur-Abkommen untergräbt. Die heutigen Bauernproteste sind deshalb kein Aktionismus, sondern ein deutlicher Hilferuf. Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt dazu: „Seit Jahren werden unsere Landwirte mit immer höheren Auflagen, Kosten und Bürokratie belastet, während gleichzeitig Handelsabkommen wie Mercosur vorangetrieben werden, die genau diese Standards unterlaufen. Wer Fleisch, Getreide oder Zucker aus Ländern importiert, in denen Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards deutlich niedriger sind, betreibt keinen fairen Handel, sondern ruiniert bewusst heimische Betriebe. Es ist heuchlerisch, von unseren Landwirten höchste Leistungen beim Klima- und Umweltschutz zu verlangen und sie dann im internationalen Wettbewerb schutzlos stehen zu lassen. Das ist keine nachhaltige Agrarpolitik, das ist strukturelle Verdrängung. Wenn die EU und der Bund hier nicht umsteuern, verlieren wir nicht nur Höfe, sondern regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Vertrauen. Die Proteste zeigen: So wie bisher kann es nicht weitergehen.“ Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

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Meine Tour de Commune 2025 – ein Fazit

Die „Tour de Commune“, meine Exkursion in die Rathäuser des Erzgebirgskreises, war das wert- und eindrucksvollste, was ich in meiner Abgeordnetentätigkeit bisher erlebte. (Statistik: 52 Termine mit 49 hauptamtlichen und 5 ehrenamtlichen Bürgermeistern sowie dem Landrat des Erzgebirgskreises) In den Büros der Bürgermeister lernte ich unglaublich interessante Menschen kennen, höchst unterschiedliche Typen, die ihr Amt so individuell ausführen, wie ihre Charaktere verschieden sind. Die einen umgibt eine Aura der Würde und Erfahrung, dass man fast strammstehen möchte. Andere dagegen empfangen einen mit einer kumpelhaften Herzlichkeit, dass man meint, man kennt sie schon seit Kindesbeinen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister unserer Region sind allesamt Top-Leute, die für ihre Kommunen brennen und denen deren Wohl und Gedeihen im wahrsten Sinne am Herzen liegt. Das beruhigt und erzeugt gleichzeitig Zuversicht. Die Gespräche verliefen meist ähnlich. Zuerst ein kurzes „Abtasten“ wie man beim Boxen sagt. Manche waren neugierig, manche skeptisch. Was ist das für einer ist, der das BSW im Erzgebirge vertritt? Und schnell wurde klar: Es ist…ein Erzgebirger. In den meisten Fällen war damit das Eis gebrochen und es entspann sich ein gutes, intensives, tiefgründiges Gespräch, in dessen Verlauf man viele gemeinsame Standpunkte entdeckte. Wir besprachen zunächst viele ortsspezifische Dinge, doch bald kristallisierte sich heraus, dass es grundsätzlich die gleichen „großen“ Probleme sind, die allen Bürgermeistern gleichermaßen und kaum lösbar unter den Nägeln brennen. Die prekäre Lage der kommunalen Haushalte ist immer ein Hauptthema. Sachsens Städten und Gemeinden steht finanziell das Wasser bis zum Hals – und Besserung ist nicht in Sicht. Die Verteilung des Infrastruktursonder“vermögens“ stößt allerorten auf heftigste Kritik. Die explodierenden Kosten für die Kindertageseinrichtungen – und die Weigerung der Staatsregierung, sich angemessen und dynamisch daran zu beteiligen – ein absolutes Reizthema. Straßenbau, Windkraft, marode Schulen und kommunale Gebäude, galoppierende Kostensteigerungen für Feuerwehrfahrzeuge und Ausrüstungen. Natürlich auch Personalmangel in den Verwaltungen, die überbordende Bürokratie oder das Migrationsthema mit all seinen Facetten – kaum ein Ort, an dem diese Dinge spurlos vorübergehen. Aber die kommunalen Verantwortungsträger jammern nicht, sondern versuchen, das Beste aus der verfahrenen Situation zu machen. Sie kritisieren, aber sie bieten auch Lösungsvorschläge an. Nur ein Beispiel: Pauschale Mittelzuweisungen statt bürokratischer Förderpraxis. Warum? Weil die Bürgermeister und Bürgervertretungen am besten wissen, wo in ihrer Stadt, ihrem Dorf der Schuh drückt. Dazu gehört Vertrauen in die Gewählten und deren Arbeit. Doch das sucht man oft vergebens. Einen Satz hörte ich immer wieder: „Schön, dass sich mal jemand aus dem Landtag hier blicken lässt“. Das macht mich nachdenklich. Die Frage, ob ein Land funktioniert oder nicht, wird nicht in Dresden beantwortet, sondern in den Städten und Gemeinden des Freistaates. Nicht von den Politikern, sondern von den Bürgerinnen und Bürgern! Die Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Politik ist genau hier: IN DEN RATHÄUSERN der Kommunen. Wer also wissen will, was im Land läuft oder nicht läuft, der muss sich HIERHER begeben. Hier hört er Wahrheiten. Unverblümt, mit deutlichen Worten. Warum die Landespolitik so selten die Chance ergreift, sich vor Ort zu informieren (ich rede nicht von Empfängen und Eröffnungen mit Sekt und Häppchen!), erschließt sich mir nicht. Es ist falsch, wenn die Staatsregierung in Dresden glaubt, die Probleme der „kommunalen Ebene“ zu kennen und deshalb das Ohr nicht mehr an die Masse legen zu müssen. Die Themen, die im Parlament besprochen werden, sind meist so weit weg vom Alltag im Land, dass sich Bevölkerung und kommunale Verwaltungen nicht mehr gehört und nicht mehr verstanden fühlen. Und wenn man das realisiert, weiß man, warum Stimmung und Wahlverhalten in Sachsen so sind, wie sie sind… Die 25 Bürgermeister, mit denen ich in Dresden zur Anhörung der Enquetekommission „Kommunalhaushalte“ weilte, stellten unisono eine Frage: Warum ist von der Regierung niemand anwesend, wenn die Vertreter der Kommunen ihren Sorgen, Nöten, Kritiken und Forderungen Ausdruck verleihen??? Darüber sollte in Staatskanzlei und Ministerien dringend mal nachgedacht werden… Zurück zur Bürgermeisterrunde. Ja, ich war da. Das war für mich wichtig, hilf- und lehrreich. Es ist gut zu wissen, welch geballte Kompetenz, Erfahrung und Kraft in den erzgebirgischen Rathäusern zu finden ist. Aufgrund der Oppositionsrolle meiner Partei ist es schwierig, direkt zu helfen. Mit irgendwelchen Sprüchen und Zusagen halte ich mich tunlichst zurück. Sollte es aber irgendeine noch so kleine Möglichkeit der Unterstützung geben, werde ich sie zu nutzen versuchen. Versprochen. Vielleicht gelingt es uns – gemeinsam und kraftvoll – die Regierenden an deren Pflichten gegenüber den Kommunen zu erinnern und diese einzufordern. Immer und immer wieder! Ich freue mich außerordentlich, Ihre Bekanntschaft gemacht zu haben, meine Damen und Herren Bürgermeister! Vielen Dank für Ihre Offenheit im Gespräch, vor allem aber für Ihr Engagement, Ihre Ausdauer, Ihren Ehrgeiz und die Tatkraft, mit der Sie Ihre Kommunen führen. Das macht Mut. GLÜCK AUF, Ihr Ulf Lange!

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