• Doppelhaushalt 2027 / 2028
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Montanregion

Regionaltour Station 3: Verkehrslandeplatz Chemnitz-Jahnsdorf e.V.

Nächste Station meiner Regionaltour: Der Verkehrslandeplatz Chemnitz-Jahnsdorf. Was zunächst nach einem üblichen Informationsbesuch aussah, entwickelte sich ruckzuck zu einem Mega-Erlebnis! Betriebsleiter Robert Rahnfeld empfing mich im Tower des Flugplatzes, allein das war eine tolle Erfahrung. Herr Rahnfeld, ein ehemaliger Tornado-Pilot der Bundeswehr, der seine berufliche Zukunft ins zivile Leben verlegt hat, gab spannende Einblicke in die Abläufe des Landeplatzes. Rund 11.000 Flugbewegungen gibt es jährlich in Jahnsdorf. Klingt viel, reicht aber bei weitem nicht aus, um rentabel zu arbeiten. Die beiden Gesellschafter der Einrichtung, die Stadt Chemnitz und der Erzgebirgskreis müssen jährlich mehrere hunderttausend Euro zur Kostendeckung zuschiessen. Geplant als notwendige Infrastrukturmaßnahme, auch um den Industriestandort für große Unternehmen attraktiv zu machen, krankt der Flugplatz an der anhaltenden Wirtschaftsflaute im Land. „Eine 250.000-Einwohner-Stadt wie Chemnitz braucht einen Verkehrslandeplatz“ sagt Rahnfeld. Fördermittel flossen, der Erhalt ist bis 2034 gesichert. Und dann? Die Gesellschafter wollen das Projekt weiterführen – wenn sie es sich leisten können… Darüberhinaus stellte ich selbstkritisch fest, wie wenig Genaues ich über den Flugplatz weiß, den es schon seit über 60 Jahren gibt und der in unmittelbarer Nähe meines Wohnortes liegt. Ich nahm jede Menge Input mit nach Hause: Über Pilotensprache, Landegebühren, Kerosinpreise, Landebahnlänge, Flughöhe und das Gewicht des ULF. Nein, nicht meins, sonders das eines Ultraleichtflugzeuges, abgekürzt ULF. Sowas wiegt nur 600 kg und hat sogar eine Rettungseinrichtung, die das Fluggerät im Notfall am Fallschirm landen lässt. Irre! Interessant sind auch die beiden Doppeldecker AN2, die es im Flughafenbereich gibt: Die eine AN2 ist defekt und wartet auf ihre Demontage und Abholung, die andere Maschine der Firma Zinke – flugfähig und top-restauriert – steht Nostalgie-affinen Rundfluggästen zur Verfügung. Am Verkehrslandeplatz kann man – auch das war mir neu – völlig unkompliziert privat Flüge buchen, die verschiedene Firmen anbieten (siehe Homepage des Flughafens). Und so kam es zum absoluten Highlight des Besuches: Hobby-Pilotin Juliane, im richtigen Leben Ingenieurin, kam gerade von einem Flug zurück und hatte bis zum nächsten Auftrag noch etwas Zeit. Die Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen! Zack, rein in die Cessna und ab zum 20-Minuten-Trip übers Erzgebirge. Stollberg, Zwönitz, Geyerscher Teich, natürlich mein Heimatort Auerbach, Chemnitz und zurück. Wahnsinn! Einfach mal ganz spontan über unsere wunderschöne Region gedüst – bei herrlichem Herbstwetter! Was für ein super Erlebnis! Dieser Termin gehört zweifellos in die Kategorie „unvergesslich“. Das trifft zwar auf die meisten meiner dienstlichen Veranstaltungen zu, diese war jedoch besonders besonders. Danke an Robert Rahnfeld und Juliane von „Phils Aviation“ für diesen „emotionalen Höhenflug“. Ich bin tief beeindruckt! Und weil es so tierisch Spaß gemacht hat, komme ich gerne wieder. Bis bald! GLÜCK AUF!

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Sächsische Rohstofftage im Schacht 371 Hartenstein

„Sächsische Rohstofftage 2026 – spezial“ im Wismut-Gelände „Schacht 371“ in Hartenstein. Die Fachtagung stand unter dem Motto „Uran – Rückschau und Zukunft“. Gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Uta Knebel besuchte ich das imposante Firmengelände. Gemeinsam verfolgten wir neben Vorträgen von Zeitzeugen des Uranabbaus der SDAG Wismut zu DDR-Zeiten hochinteressante Redebeiträge zu aktuellen und zukünftigen Abbauformen des radioaktiven Rohstoffs. Ein besonders spannendes Thema wurde sehr anschaulich behandelt: Die Small Modular Reactor-(SMR)-Technologie, also die Klein-Kernkraftwerke, deren Integration in die deutsche Energiestrategie derzeit sehr kontrovers diskutiert wird. Informativ! Für mich auch ein tiefer und fesselnder Einblick in einen teilweise unbekannten Teil der Geschichte meiner erzgebirgischen Heimat. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Erzgebirge wird verkauft – und keiner stoppt es

Während überall von „strategischer Souveränität“ gesprochen wird, droht im Erzgebirge genau das Gegenteil: Ein zentrales Rohstoffprojekt soll an einen Investor aus Asien gehen. Was hier passiert, ist kein gewöhnlicher Deal – es geht um eine Region, ihre Geschichte und ihre Zukunft. Der Bergbau hat das Erzgebirge geprägt wie kaum etwas anderes. Er hat Arbeit geschaffen – und tiefe Brüche hinterlassen. Gerade deshalb braucht es heute Verantwortung. Stattdessen droht ein Ausverkauf. Ulf Lange bringt es auf den Punkt: „Während die Bundesregierung öffentlich betont, unabhängiger von globalen Lieferketten werden zu wollen und Wertschöpfung im eigenen Land zu stärken, wird hier ein strategisch wichtiges Rohstoffprojekt faktisch aus der Hand gegeben. Wolfram und Zinn sind Schlüsselrohstoffe für Industrie, Energiewende und Hochtechnologie. Wer Versorgungssicherheit ernst meint, darf solche Projekte nicht aus der nationalen Verantwortung entlassen. Ein Verkauf an internationale Finanzinvestoren birgt die konkrete Gefahr, dass Rohstoffe primär nach globalen Marktlogiken verwertet werden – ohne Rücksicht auf regionale Interessen. Am Ende bleiben Belastungen vor Ort, während die Wertschöpfung abfließt. Das ist weder wirtschaftlich vernünftig noch politisch vermittelbar.“ Für uns als BSW ist klar: Strategische Rohstoffe gehören nicht auf den internationalen Wühltisch. Unsere Forderungen sind eindeutig: Stopp des Verkaufsprozesses Sicherung strategischer Rohstoffe in nationaler Verantwortung Regionale Wertschöpfung statt Abfluss von Gewinnen Mitsprache für Kommunen und Bevölkerung Klare Umwelt- und Gesundheitsstandards Verlässliche Arbeitsplätze für die Region Das Erzgebirge darf nicht wieder zum Spielball externer Interessen werden. Wer es ernst meint mit wirtschaftlicher Vernunft, muss jetzt handeln. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Besuch der Zinngrube Ehrenfriedersdorf

Alles kommt vom Bergwerk her…

Mit diesem historischen Spruch unterstreichen die Erzgebirger ihren Stolz auf die über 1000jährige Bergbautradition in der Region. Stolz ist auch die Ehrenfriedersdorfer Bürgermeisterin Silke Franzl. Nicht nur auf ihre Stadt, sondern auf die gesamte Montanregion Erzgebirge/Krušnohori, die seit 2019 zum UNESCO-Welterbe gehört. Ein Element davon ist die Zinngrube auf dem Ehrenfriedersdorfer Sauberg mit Besucherbergwerk und mineralogischem Museum. Heute durfte ich zusammen mit Frau Franzl eine exklusive Führung durch Museumsleiter Erik Ahner genießen. Zunächst fuhren wir über 100 Meter tief in den Berg ein. Zu Fuß ging’s durch die Stollengänge, später ratterten wir mit der Grubenbahn durch enge Felswände. Herr Ahner vermittelte uns viel Wissenswertes und führte einen Nachbau der historischen Wasserpumpe vor, die vor mehr als 500 Jahren bereits Georgius Agricola, den Begründer des modernen Bergbaus inspirierte. Extrem beeindruckend! Bei einem schmackhaften, extra für uns zubereiteten Imbiss erzählte die Bürgermeisterin von den finanziellen Nöten dieses industriehistorischen Kleinodes, die in der Endkonsequenz zu dessen Schließung führen könnten. Die Grube gehört neben drei weiteren Objekten zum Zweckverband Sächsisches Industriemuseum. Dieser Zusammenschluss benötigt staatliche Zuschüsse, um seiner wertvollen Tätigigkeit im kulturellen und touristischen Bereich nachkommen zu können. Man spürt in jeder Sekunde das temperamentvolle Engagement Silke Franzls, die auch Vorsitzende des Verbandes ist. Damit hat sie mich angesteckt. Als bekennender und stolzer Erzgebirger teile ich die Auffassung, dass dieses touristische Highlight, in dem Traditionen gepflegt und an junge Menschen weitervermittelt werden, eine auskömmlich finanzierte Zukunft haben MUSS! Es gäbe noch so viel zu berichten, doch noch viel besser wäre es, man macht sich selbst mal auf den Weg auf den Sauberg in Ehrenfriedersdorf. Erzgebirgischen Bergbau hautnah erleben – Geschichte atmen. Denn: Alles kommt vom Bergwerk her…! Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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