• Doppelhaushalt 2027 / 2028
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  • Regionalentwicklung als Motor für die Zukunft – Stärkung ländlicher Räume im Erzgebirgskreis.
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Ulf Unterwegs

Ich will vor Ort mit den Menschen ins Gespräch kommen. Direkt und unkompliziert, nur so können wir gemeinsam Politik machen.

Besuch beim Verein SCHWACH+STARK e.V.

Soziales Engagement in seiner besten Art: Der Verein SCHWACH+STARK e.V.in Ehrenfriedersdorf kümmert sich um Menschen, die Hilfe brauchen. Davon gibt es viele in Deutschland, oftmals sind sie vom Staat im Stich gelassen. Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung, Wohnungs- oder Suchtproblemen, Schulden oder in Notlagen, Migranten und Geflüchtete – sie alle finden hier Beratung und tatkräftige Unterstützung. Das 10-köpfige Team packt an, man versucht, Wegweiser und Problemlöser für sozial Schwächere zu sein, mit Wärme und Herzblut die Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Respekt! Die Vereinsvorsitzende, Frau Sandra Preiß, hatte mich eingeladen, um ein für den Verein heikles Thema zu erörtern: SCHWACH+STARK widmet sich als einer von zwei Betreibern im Erzgebirgskreis dem Frauenschutz. Man gewährt Frauen (oftmals übrigens auch Männern!) in prekären Familien- oder Beziehungsverhältnissen anonyme Unterbringung und Fürsorge. Aufgrund einer neuen Gesetzeslage, speziell dem aktuellen Gewalthilfegesetz, sollen die bestehenden und funktionierenden Strukturen im Landkreis neu geordnet werden. Nach Ansicht der Protagonisten ein Unding. Es ist weder eine inhaltliche Verbesserung noch eine Kosteneinsparung zu erwarten. Interventionen bei staatlichen Stellen blieben erfolglos, als letztes Mittel wandten sich die Verantwortlichen an die Landtagsabgeordneten. Als einer von nur zwei Volksvertretern hatte ich mich zurückgemeldet, nun bringt sich die BSW-Fraktion in die Suche nach Lösungsmöglichkeiten ein. Nach über dreieinhalb(!) Stunden Gespräch mit einem breiten Themenspektrum verabschiedete ich mich mit einem guten Gefühl. Hier wird nicht nur tolle Arbeit für Bedürftige geleistet, es herrscht auch ein klarer Blick für gesellschaftliche (Fehl-)Entwicklungen und deren Gründe. Einmal mehr bin ich begeistert, wie eifrig und hingebungsvoll viele Erzgebirger an der Verbesserung des zwischenmenschlichen Zusammenhalts arbeiten, wie intensiv und positiv – jenseits der gängigen Klischees – in unserer Region den bestehenden Widrigkeiten getrotzt wird. Großartig! Danke allen, die sich daran beteiligen. Ihr seid Spitze!

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Regionaltour 2026: Station in Annaberg-Buchholz und Ehrenfriedersdorf

BSW vor Ort. Heute auf den Marktplätzen in Annaberg-Buchholz und Ehrenfriedersdorf. Vor allem in Annaberg war echter Trubel. Auf dem Markt und an unserem Stand. „Was macht ihr denn hier, es ist doch gar keine Wahl?“ „Genau deshalb, weil wir eben nicht nur im Wahlkampf auftauchen und gescheite Reden halten, sondern den Menschen permanent zuhören wollen!“ Solche Dialoge führen wir recht oft. Die Leute sind überrascht, weil sie das von den (Alt-)Parteien nicht gewohnt sind. „Dem Volk auf‘s Maul schauen“, so beschrieb schon Luther die Notwendigkeit, sich mit den echten Sorgen und Problemen der Menschen zu befassen. Diesen wichtigen Gedanken habe ich mir zueigen gemacht. Mit den Leuten vor Ort reden – und ganz wichtig: Zuhören! Zuhören um zu ändern. DAS ist BSW! GLÜCK AUF! Ulf Lange

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zu Besuch im Tierheim Bockau des Tierschutzvereins Aue-Schwarzenberg und Umgebung e.V.

Die Leiterin der Einrichtung, Frau Susanne Trommler, führte uns durch ihr Haus, zeigte uns ihre Zöglinge und versorgte uns mit allerlei Informationen rund ums Tierheimleben. Es steckt jede Menge Arbeit, aber auch Herzblut drin, die Fund- und Abgabetiere zu betreuen, zu pflegen und zu vermitteln. Und es kostet. Die notwendigen Kastrationen, Impfungen, Operationen, Tierarzt- und Futterkosten verschlingen jährlich Zehntausende Euro. Sanierungs-, Um- und Ausbaumaßnahmen am Objekt sowie Personalkosten kommen hinzu. Tierschutz ist nicht nur Herzensangelegenheit, sondern auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Frau Trommler und ihr Team verrichten sie mit Hingabe. Die Hürden? Lästige, teils unnötige Bürokratie und das fehlende Geld. Auch einige helfende Hände würden gebraucht. Aber die Bockauer lamentieren nicht, sie machen. Die Hunde und Katzen danken es mit liebevoller Schmuserei und dankbaren Blicken. Von mir gab’s eine finanzielle Zuwendung. Und ein herzliches Dankeschön für den Rundgang und die wertvolle Arbeit, die Frau Trommler im Ehrenamt ausführt. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

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Besuch im Schloss Wackerbarth

Weinbau gehört zu den Elementen meines parlamentarischen Sprecherbereiches. Deshalb besuchte ich das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul – gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Uta Knebel, in deren Wahlkreis dieses wunderschöne Kleinod liegt. Empfangen wurden wir vom Weinbauleiter des Gutes, Till Neumeister. Er nahm uns mit auf eine Reise „von der Rebe in die Flasche“. Wir erlebten eine überaus freundlich-eloquente Führung mit geballter Fachkompetenz. Herr Neumeister verstand es, uns nicht nur die Erfolgsgeschichte des ersten Erlebnis-Weingutes in Deutschland bestens zu veranschaulichen, sondern auch die Maßnahmen zu erklären, die dazu führten. Zurecht mit hörbarem Stolz. Das sächsische Staatsweingut ist als Tochterfirma der Sächsischen Aufbaubank (SAB) eine GmbH, die eigene unternehmerische Entscheidungen trifft. Im Gegensatz zu den meisten staatlichen Weingütern in anderen Bundesländern wirft es Gewinn ab und liegt somit dem Land nicht „auf der Tasche“. Schloss Wackerbarth stellt sowohl Wein als auch Sekt her. Diese Kombination ist eher selten, zumal in der hier gebotenen erlesenen Qualität. Die äußerst hochwertigen Produkte sind auf dem Markt sehr gefragt. Interessanterweise beschränkt sich das Vermarktungsgebiet des Gutes weitgehend auf die ostdeutschen Bundesländer. Nicht weil man woanders die Produkte nicht will, sondern weil die Kapazitäten damit erschöpft sind. Wobei zu erwähnen ist, dass viele der edlen Tropfen an die Konsulate der Bundesrepublik verkauft werden und dort zu entsprechenden Anlässen für Gaumenfreuden sorgen. Nebenbei bekamen wir noch Detailwissen zu den Ursprüngen des Weinanbaus, zu Rebsorten und Anbaugebieten vermittelt. Wir bestaunten eine Drohne, durch deren Einsatz die Pflege der Pflanzen wesentlich effektiver wird, befassten uns mit dem sehr kostenintensiven Bau der für Wackerbarth typischen Trockenmauern an den Terrassen der Weinberge und hörten mit Freude vom bestens funktionierenden Ausbildungsprogramm für den Berufsnachwuchs. Anschließend unternahmen wir einen Rundgang im Schlossgebäude und durch die Weinkeller. Wir nehmen mit, dass auf Schloss Wackerbarth ein beispielhaftes Gesamtkonzept erstellt wurde, das in seiner Gesamtheit von Produktion, Traditionspflege, Event-Tourismus und Berufsausbildung einmalig ist. Klasse, so geht sächsisch! Zusätzlich gab es noch eine absolute Rarität zu bestaunen: Eine blühende Agave. Ich erfuhr, dass dies in Regionen nördlich der Alpen fast an ein Naturwunder grenzt. Wieder was dazugelernt… Ein wundervoller Tag bei herrlichem Hochsommerwetter. Ein großes Dankeschön geht an das Team des Staatsweingutes für die tolle Arbeit, ganz besonders natürlich an Till Neumeister, der diesen Termin zu einem echten Erlebnis machte. GLÜCK AUF!

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Was bewegt Sachsen?

Um sich diese Frage zu beantworten, muss man raus aus dem Büro und hin zu den Menschen! Mit meiner Landtagskollegin Doreen Voigt war ich gestern zu Gast bei der Tafel Torgau e.V. Nein, Gast waren wir eigentlich nicht, denn wir waren gekommen, um direkt mitzuarbeiten. Gesagt, getan. In der Obst- und Gemüseabteilung kontrollierten, sortierten und verpackten wir die eingehenden Waren und bereiteten sie gemeinsam mit den vielen freiwilligen Helfern für die Ausgabe an die Bedürftigen vor. Warum die Tafel in Torgau? Im Frühjahr erreichte uns ein Hilferuf dieses Vereins. Ein Wasserschaden hatte den damaligen Standort außer Betrieb gesetzt, die Schließung der Einrichtung drohte. Doreen und ich boten Hilfe an – sowohl finanziell als auch tatkräftig. Inzwischen sind die Helfer in ein neues Domizil umgezogen und gehen wieder gut gelaunt und voller Tatendrang ihrer wichtigen Aufgabe nach. Die Schatzmeisterin des Vereins, Frau Helga Woy, führte uns durch die Räume und berichtete aus ihrer über 20jährigen Tätigkeit. Über 2.500 „Bedarfsgemeinschaften“ im Torgauer Umland werden aktuell von den ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Schlimm genug, dass es sowas im „reichen“ Deutschland gibt, wunderbar, dass sich immer fleißige Menschen finden, die uneigennützig diejenigen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite leben. Wir konnten uns überzeugen, mit welchem Herzblut an der Tafel Torgau tagtäglich gearbeitet wird und einen kleinen Beitrag zur Unterstützung leisten. Stellvertretend für alle „Tafeln“ und ähnliche Organisationen möchten wir Frau Woy und ihren Mitstreitern ein herzliches Dankeschön für dieses großartige und wertvolle Engagement und den tollen Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt übermitteln. Im Sächsischen Landtag sehen wir es als unsere Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit im Land zu kämpfen. Das betrifft explizit die Hilfe für die Schwächsten der Gesellschaft, genauso aber unheimlich viele weitere soziale Schwachstellen in unserem Freistaat. Es gibt einiges zu tun. Wir sind dabei! GLÜCK AUF!

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Bee Together! In Stollberg

Wenn Ehrenamt auf Natur- und Artenschutz trifft, entstehen manchmal süße Leckereien. Das erfuhr ich bei meinem Besuch des „Imkerverein Stollberg e.V.“ am eigenen Gaumen. Martina Brandt und Guido Zappel, die beiden supernetten Vorsitzenden, hatten nicht nur Unmengen „bienenspezifischer“ Informationen parat, sie ließen mich auch richtig imkern. Aber der Reihe nach: Im Stollberger Imkerverein finden sich unter dem Motto „bee together“ 55 Mitglieder zusammen. Sie bauen ein ehemaliges Schlachtgebäude einer Agrargenossenschaft sukzessive zu einem Umweltbildungszentrum um, organisieren Schulungen und Informationsveranstaltungen oder ermöglichen Interessierten mit der Aktion „Imkern auf Probe“ einen kostengünstigen Einstieg in dieses nachhaltige Hobby. Das komplette Angebot findet man auf der Homepage des Vereins. Großartige Arbeit, tolles Engagement. Nicht warten, was passiert, sondern loslaufen, Mitglieder und Fördermittel generieren und MACHEN. Ich wurde gleich mit eingespannt: Schürze drüber, Schaber in die Hand und los: Waben abdeckeln, dann kräftig schleudern und den fertigen Honig abfüllen. Das hat mal richtig Spaß gemacht. Ich kenne nun auch den geschmacklichen Unterschied zwischen „Supermarkthonig“ und dem (etwas teureren) echten Imkerhonig. Auch in Sachen Naturschutz hab ich dazugelernt: Neben den Honigbienen brauchen auch die Wildbienen Unterstützung. Lebensräume, Nisthilfen, Blühstreifen sichern den fleißigen Bestäubern das Überleben. Davon haben wir alle etwas. Vor lauter Begeisterung hab gleich mal einen Vereins-Mitgliedsantrag ausgefüllt. Starke Sachsen – starke Sache. Danke für die Einblicke und GLÜCK AUF!

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Ein Besuch bei der Wermsdorfer Fisch GmbH

Die Wermsdorfer Fisch GmbH sucht man kurioserweise in Wermsdorf vergebens. Ich habe sie trotzdem gefunden – in Espenhain. Der Chef kommt mir in Shorts und Kapuzenpulli entgegen. Breites Grinsen, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Cooler Typ, der René Pistor. Die Chemie stimmt sofort. In der Replik auf die Firmengeschichte erklärte er die Herkunft des Namens (ursprünglicher von einst mehreren Standorten war das 35km entfernte Wermsdorf), die Übernahme von seinem Vater und die positive Entwicklung hin zu einem etablierten Fischverarbeitungs- und Vermarktungsbetrieb. Die Firma verarbeitet, veredelt und verkauft sowohl Süßwasserfisch als auch Meeresfisch, betreibt neben einem Werksverkauf mehrere Imbisse, fährt mit Verkaufswagen auf Wochenmärkte und Veranstaltungen wie MotoGP am Sachsenring, Musikfestivals etc. Mit einem Team aus ca. 20 Voll- und Teilzeitbeschäftigten bringt er seine unheimlich leckeren Produkte an den Mann und die Frau. Umtriebig ist er, der René. Ein Macher. Er kennt auch die Hürden, die dem Mittelstand in den Weg gestellt werden. Sein Betrieb ist sehr energieintensiv, die horrenden Strompreise belasten die Firma. Wenn er ausländische Arbeitskräfte einstellen will und die Ämter verwehren das, wenn er für Verkaufsstände mehrere teure elektronische Kassen anschaffen muss oder starre, bürokratische Regelungen seine Kreativität behindern, lässt ihn das kopfschüttelnd zurück. Aufhalten wird es ihn nicht. Dafür ist er zu souverän, so mein Eindruck. Interessantes Detail: Die Forellen, die er verarbeitet, sind echte Erzgebirger! Er bezieht sie aus einem Fischzuchtbetrieb in Schönfeld bei Annaberg-Buchholz. Das ist aber nicht die einzige Verbindung in meine Heimat: René Pistor betreibt jedes Jahr einen großen Verkaufsstand auf dem Annaberger Weihnachtsmarkt. Dort werden wir uns dieses Jahr im Advent treffen – das haben wir uns versprochen. Natürlich erwarb ich ein großes Paket frisch geräuscherten Fisch verschiedener Sorten. Nach inzwischen erfolgter Verkostung gerate ich regelrecht ins Schwärmen: Top-Qualität direkt vom regionalen Erzeuger. Ein kulinarischer Hochgenuss! GLÜCK AUF!

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Frag die sächsischen Bürgermeister!

Wenn man positive Lösungsansätze für die Kommunen – vor allem im ländlichen Raum – sucht, gibt es ein probates und logisches Mittel: Man spricht mit den kommunalen Verantwortungsträgern. Zu diesem Zweck war ich am Dienstag in der Oberlausitz zu Gast. Gemeinsam mit meinen BSW-Fraktionskollegen Jens Hentschel-Thöricht und in meiner Eigenschaft als Sprecher für Regionalentwicklung besuchte ich den Bürgermeister von Olbersdorf (Landkreis Görlitz). Andreas Förster führt eine Verwaltungsgemeinschaft aus 4 Gemeinden mit rd. 11.000 Einwohnern. Das Fazit ist identisch mit den Aussagen der Bürgermeister im Erzgebirgskreis: Es braucht mehr Vertrauen in die Kommunen und deren Vertreter, denn die wissen, was in ihrem Verantwortungsbereich zu tun ist, wo zu investieren oder Bürokratie abzubauen ist. Weniger kleinteilige oder zu spezifische Förderprogramme, stattdessen pauschale finanzielle Zuwendungen bzw. mehr Geld über die allgemeine Schlüsselzuweisung an die Städte und Gemeinden – damit wäre schon viel getan. Es gibt noch weitere, sehr sinnvolle Ideen zur Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in Stadt und Land. Man muss als Landesregierung nur einfach mal zu den Experten vor Ort gehen – und zuhören! Wir haben das getan. Es war ein sehr angenehmes und gehaltvolles Gespräch. Danke dafür. Anschließend schauten wir uns zusammen den idyllischen gelegenen Olbersdorfer See an, der aus einem Kohletagebau entstanden ist, und machten einen Abstecher in Jens’ Bürgerbüro in Zittau (eine äußerst sehenswerte Stadt). Und wenn wir einmal in der Oberlausitz weilen, darf natürlich auch ein Besuch in der Ziegenkäserei von Agnes und Carsten in Bertsdorf-Hörnitz nicht fehlen. Carsten Berg ist mein Parlamentarischen Berater und Freund, studierter Agronom und Bio-Bauer. Zusammen mit seiner Lebenspartnerin hält er rund 50 Ziegen auf seinem Hof, verarbeitet Milch und Fleisch und vermarktet die Produkte in seinem Hofladen. Regionale Wertschöpfung in Reinkultur. Aus der interessanten Führung nehmen wir wertvolle Informationen mit nach Hause. Ein großartiger Tag in einer der schönsten Regionen Sachsens. Wir stellen fest: Die Ideen für eine gute Politik entstehen nicht in den Büros der Polit-Theoretiker, sondern im direkten Austausch mit den Praktikern vor Ort. Die findet man ganz einfach – in den Rathäusern oder bei der Arbeit in der (Land-)Wirtschaft. Wenn man es will… Die zweieinhalb Stunden Fahrt aus dem Erzgebirge nach Ostsachsen haben sich echt gelohnt. Toller Erkenntnisgewinn, herrliche Landschaften. Sachsen ist wunderschön, Sachsen hat riesiges Potential. Wir sollten es nutzen! GLÜCK AUF!

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Station 7 der „Gesundheitstour“ der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag

Diesmal hatten wir – bei herrlich warmem Sommerwetter – unsere Zelte in Zwickau aufgeschlagen. Der Platz inmitten der Fußgängerzone war bestens gewählt. Nicht nur, dass unser Infostand unübersehbar war, viele der Passanten steuerten direkt auf uns zu und löcherten uns mit ihren Fragen. Diese drehten sich – sofern sie motto-bezogen waren – immer um die Sorgen der Menschen in Sachsen: Der Hausarzt geht ersatzlos in Rente, Facharzttermine sind Mangelware, die Angst vor negativen Folgen der anstehenden Gesundheitsreformen ist deutlich spürbar. Vorbeikommende Mediziner berichten, dass sie sich mittlerweile mehr mit Formularen beschäftigen müssen als mit Patienten. Wir hören zu, wir stellen unsere Positionen vor. Als konstruktive Opposition wollen wir um bessere Lösungen kämpfen. Viele Leute schildern uns ihre berechtigten Erwartungen an die Gesundheitsversorgung. Der Notizzettel unserer Gesundheitstour ist bereits gut gefüllt. Wir nehmen die Sorgen der Sachsen aber nicht nur „mit“, sondern vor allem ernst! Die Tour geht jetzt in die Sommerpause. Am 02. September legen wir wieder los und zwar gleich mit einer Doppeletappe. Dann sind Hohenstein-Ernstthal und Plauen die Tagesziele. GLÜCK AUF und bleiben Sie gesund!

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Politik meets „richtiges Leben“

Als Politiker hilft es unheimlich, sich regelmäßig zu „erden“. Deshalb tauche ich immer wieder gerne in den Alltag verschiedener Berufsgruppen ein. Diesmal: Praktikant im Rettungsdienst. Mein Arbeitstag in der Rettungswache Schwarzenberg, die vom DRK Aue-Schwarzenberg betrieben wird: Einkleidung, Vorstellung, Unterweisung – und los. Ich durfte drei Einsätze begleiten, jeder davon tief beeindruckend. Über Einzelheiten oder Abläufe darf und werde ich nicht berichten, das gebietet der Schutz der Privatsphäre. Professionell und routiniert – die Notfallsanitäter strahlen eine außergewöhnliche Souveränität aus. Sie helfen, sie beraten, sie klären. Ein Job, der viel mehr ist als ein Job. Natürlich geht’s auch bei dieser Arbeit ums Geldverdienen, sagt Sascha, mein heutiger Mentor. Der 49jährige arbeitet seit 30 Jahren im Rettungsdienst und leitet die Schwarzenberger Wache. Von „Helden des Alltags“ oder ähnlichen Zuschreibungen hält er wenig. Wie viele andere will er einfach nur seinen Beruf bestmöglich ausführen. Natürlich ist er stolz darauf, im Laufe der Jahre vielen Menschen das Leben gerettet zu haben. Zwischen den Einsätzen gibt es Gelegenheit zu Gesprächen mit den Kollegen. Auch über politische Themen. Die geäußerten Meinungen spiegeln die Stimmung im Erzgebirge wider. Und dann fragt man sich, warum Regierungspolitiker so selten „dem Volk aufs Maul schauen“, wie es Luther einst formulierte. Egal, ich tue das – und stelle jedes Mal begeistert fest, welch tolle Typen man dabei kennengelernt. Notfallsanitäter und Rettungssanitäter, den Unterschied hab ich heute gelernt, haben natürlich auch berufsbezogene Wünsche an die Politik. Die stehen jetzt in meinem Notizblock. Ein weiterer großartiger Tag in meinem „Politikerleben“. Auch wenn ich nur knapp 8 und nicht 12 Stunden (so lange dauert eine normale Schicht) mitge“arbeitet“ habe, es war anstrengend und emotional herausfordernd. Das Erlebte wird mich nicht loslassen und den Respekt vor der Arbeit der Lebensretter, den ich schon immer hatte, um ein Vielfaches steigern. Mein besonderer Dank geht an Christiane und Sascha – auch für die sichere Rückkehr von rasanten Rettungseinsatzfahrten. GLÜCK AUF! Ulf Lange

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