BSW Erzgebirge

Neuigkeiten aus der kommunalen Politik des BSW

Besuch der Zinngrube Ehrenfriedersdorf

Alles kommt vom Bergwerk her…

Mit diesem historischen Spruch unterstreichen die Erzgebirger ihren Stolz auf die über 1000jährige Bergbautradition in der Region. Stolz ist auch die Ehrenfriedersdorfer Bürgermeisterin Silke Franzl. Nicht nur auf ihre Stadt, sondern auf die gesamte Montanregion Erzgebirge/Krušnohori, die seit 2019 zum UNESCO-Welterbe gehört. Ein Element davon ist die Zinngrube auf dem Ehrenfriedersdorfer Sauberg mit Besucherbergwerk und mineralogischem Museum. Heute durfte ich zusammen mit Frau Franzl eine exklusive Führung durch Museumsleiter Erik Ahner genießen. Zunächst fuhren wir über 100 Meter tief in den Berg ein. Zu Fuß ging’s durch die Stollengänge, später ratterten wir mit der Grubenbahn durch enge Felswände. Herr Ahner vermittelte uns viel Wissenswertes und führte einen Nachbau der historischen Wasserpumpe vor, die vor mehr als 500 Jahren bereits Georgius Agricola, den Begründer des modernen Bergbaus inspirierte. Extrem beeindruckend! Bei einem schmackhaften, extra für uns zubereiteten Imbiss erzählte die Bürgermeisterin von den finanziellen Nöten dieses industriehistorischen Kleinodes, die in der Endkonsequenz zu dessen Schließung führen könnten. Die Grube gehört neben drei weiteren Objekten zum Zweckverband Sächsisches Industriemuseum. Dieser Zusammenschluss benötigt staatliche Zuschüsse, um seiner wertvollen Tätigigkeit im kulturellen und touristischen Bereich nachkommen zu können. Man spürt in jeder Sekunde das temperamentvolle Engagement Silke Franzls, die auch Vorsitzende des Verbandes ist. Damit hat sie mich angesteckt. Als bekennender und stolzer Erzgebirger teile ich die Auffassung, dass dieses touristische Highlight, in dem Traditionen gepflegt und an junge Menschen weitervermittelt werden, eine auskömmlich finanzierte Zukunft haben MUSS! Es gäbe noch so viel zu berichten, doch noch viel besser wäre es, man macht sich selbst mal auf den Weg auf den Sauberg in Ehrenfriedersdorf. Erzgebirgischen Bergbau hautnah erleben – Geschichte atmen. Denn: Alles kommt vom Bergwerk her…! Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Austausch zum Bauernfrühstück mit Sächsischen Landtwirten

Austausch zum Bauernfrühstück in Stollberg

Am 10. März 2026 fand im Stollberger Kulturbahnhof das „1. Erzgebirgische Bauernfrühstück“ statt. Der Name klingt zunächst etwas verwirrend, der Hintergrund ist aber einfach: Mein Team und ich hatten Landwirtinnen und Landwirte der Region sowie Interessenvertreter der Branche zu einem fachlichen Austausch eingeladen – inklusive Frühstück. Ein sehr sinnvolles Format, bei dem die Betroffenen sprechen und die Politik zuhört, nicht – wie zu oft – umgekehrt! Thematisiert wurden in Eingangsrede, Impulsvortrag und offener Diskussion die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft: Existenzbedrohende Erzeugerpreise, überbordende bürokratische Anforderungen, Tierwohlbestimmungen, das Düngerecht, Mindestlohn, u.v.m. Es entwickelte sich eine äußerst lebhafte Debatte. Die teilnehmenden Firmeninhaber, Besitzer oder Geschäftsführer kleiner oder mittlerer Höfe bzw. Agrarunternehmen sowie mit Werner Bergelt der Geschäftsführer des Regionalbauernverbandes fanden klare Worte zur ihrer Situation, zu von der Politik verursachten Fehlentwicklungen oder Ihren Erwartungshaltungen an EU, Bund und Landesregierung. Und wieder wurde das Missverhältnis zwischen den Menschen, die für Lebensmittel und Ernährungssicherheit sorgen, und deren Ansehen in unserer Gesellschaft deutlich. Als landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im sächsischen Landtag ist es mir ein besonderes Anliegen, die Wertschätzung für diesen eminent wichtigen Berufszweig ins richtige Lot zu bringen. Mit diesem Versprechen und der Zusage, dieses nützliche Gesprächsformat regelmäßig fortzuführen, endete eine interessante und beiderseits zufriedenstellende Veranstaltung nach zweieinhalb Stunden. Ich selbst habe wieder viel gelernt und neue Sichtweisen kennengelernt. Danke an die engagierten Teilnehmer – und bis zum nächsten Mal, wenn das Motto wieder heißt: „Zuhören – verstehen – anpacken!“ Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Verteilen von symbolischen Küsschen zum Frauentag am 8. März

Frauentags-Tour durchs Erzgebirge

Am Internationalen Frauentag hieß es: HERZLICHEN DANK, liebe Frauen, für alles AUSSERGEWÖHNLICHE, das ihr täglich in Arbeit, Familie und Leben leistet. Den Kofferraum gefüllt mit liebevoll gebastelten Überraschungen (siehe Fotos: Idee Gerd Glöckner/Gestaltung Annett Mrowczynski) fuhren wir am Sonntagvormittag los, um mit unserer Aktion „1000 Küßchen für 1000 Frauen“ einigen der heute arbeitenden Damen – vornehmlich in medizinischen und Pflegeberufen – eine süße Überraschung zu überbringen. Es ging von Annaberg-Buchholz über Zschopau, Olbernhau, Blumenau, Meinersdorf bis nach Stollberg, in Senioren- und Pflegeheime sowie alle 4 Häuser des Erzgebirgsklinikums (Vielen Dank an die Geschäftsführer des EK bzw. der Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge, Marcel Koch und Andreas Haustein für die Zutrittsberechtigung). Die beschenkten Frauen waren überrascht, freuten sich und dankten ihrerseits für die Aufmerksamkeit. Sie letzten übriggebliebenen von tatsächlich 1000 Präsentchen fanden bei Ausflüglerinnen am Geyerschen Teich reißenden Absatz. Strahlender Sonnenschein, strahlende Augen – was will man mehr? Danke sagen, Freude schenken, in überraschte Gesichter schauen. Ein schöner Tag! Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Meine Tour de Commune 2025 – ein Fazit

Die „Tour de Commune“, meine Exkursion in die Rathäuser des Erzgebirgskreises, war das wert- und eindrucksvollste, was ich in meiner Abgeordnetentätigkeit bisher erlebte. (Statistik: 52 Termine mit 49 hauptamtlichen und 5 ehrenamtlichen Bürgermeistern sowie dem Landrat des Erzgebirgskreises) In den Büros der Bürgermeister lernte ich unglaublich interessante Menschen kennen, höchst unterschiedliche Typen, die ihr Amt so individuell ausführen, wie ihre Charaktere verschieden sind. Die einen umgibt eine Aura der Würde und Erfahrung, dass man fast strammstehen möchte. Andere dagegen empfangen einen mit einer kumpelhaften Herzlichkeit, dass man meint, man kennt sie schon seit Kindesbeinen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister unserer Region sind allesamt Top-Leute, die für ihre Kommunen brennen und denen deren Wohl und Gedeihen im wahrsten Sinne am Herzen liegt. Das beruhigt und erzeugt gleichzeitig Zuversicht. Die Gespräche verliefen meist ähnlich. Zuerst ein kurzes „Abtasten“ wie man beim Boxen sagt. Manche waren neugierig, manche skeptisch. Was ist das für einer ist, der das BSW im Erzgebirge vertritt? Und schnell wurde klar: Es ist…ein Erzgebirger. In den meisten Fällen war damit das Eis gebrochen und es entspann sich ein gutes, intensives, tiefgründiges Gespräch, in dessen Verlauf man viele gemeinsame Standpunkte entdeckte. Wir besprachen zunächst viele ortsspezifische Dinge, doch bald kristallisierte sich heraus, dass es grundsätzlich die gleichen „großen“ Probleme sind, die allen Bürgermeistern gleichermaßen und kaum lösbar unter den Nägeln brennen. Die prekäre Lage der kommunalen Haushalte ist immer ein Hauptthema. Sachsens Städten und Gemeinden steht finanziell das Wasser bis zum Hals – und Besserung ist nicht in Sicht. Die Verteilung des Infrastruktursonder“vermögens“ stößt allerorten auf heftigste Kritik. Die explodierenden Kosten für die Kindertageseinrichtungen – und die Weigerung der Staatsregierung, sich angemessen und dynamisch daran zu beteiligen – ein absolutes Reizthema. Straßenbau, Windkraft, marode Schulen und kommunale Gebäude, galoppierende Kostensteigerungen für Feuerwehrfahrzeuge und Ausrüstungen. Natürlich auch Personalmangel in den Verwaltungen, die überbordende Bürokratie oder das Migrationsthema mit all seinen Facetten – kaum ein Ort, an dem diese Dinge spurlos vorübergehen. Aber die kommunalen Verantwortungsträger jammern nicht, sondern versuchen, das Beste aus der verfahrenen Situation zu machen. Sie kritisieren, aber sie bieten auch Lösungsvorschläge an. Nur ein Beispiel: Pauschale Mittelzuweisungen statt bürokratischer Förderpraxis. Warum? Weil die Bürgermeister und Bürgervertretungen am besten wissen, wo in ihrer Stadt, ihrem Dorf der Schuh drückt. Dazu gehört Vertrauen in die Gewählten und deren Arbeit. Doch das sucht man oft vergebens. Einen Satz hörte ich immer wieder: „Schön, dass sich mal jemand aus dem Landtag hier blicken lässt“. Das macht mich nachdenklich. Die Frage, ob ein Land funktioniert oder nicht, wird nicht in Dresden beantwortet, sondern in den Städten und Gemeinden des Freistaates. Nicht von den Politikern, sondern von den Bürgerinnen und Bürgern! Die Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Politik ist genau hier: IN DEN RATHÄUSERN der Kommunen. Wer also wissen will, was im Land läuft oder nicht läuft, der muss sich HIERHER begeben. Hier hört er Wahrheiten. Unverblümt, mit deutlichen Worten. Warum die Landespolitik so selten die Chance ergreift, sich vor Ort zu informieren (ich rede nicht von Empfängen und Eröffnungen mit Sekt und Häppchen!), erschließt sich mir nicht. Es ist falsch, wenn die Staatsregierung in Dresden glaubt, die Probleme der „kommunalen Ebene“ zu kennen und deshalb das Ohr nicht mehr an die Masse legen zu müssen. Die Themen, die im Parlament besprochen werden, sind meist so weit weg vom Alltag im Land, dass sich Bevölkerung und kommunale Verwaltungen nicht mehr gehört und nicht mehr verstanden fühlen. Und wenn man das realisiert, weiß man, warum Stimmung und Wahlverhalten in Sachsen so sind, wie sie sind… Die 25 Bürgermeister, mit denen ich in Dresden zur Anhörung der Enquetekommission „Kommunalhaushalte“ weilte, stellten unisono eine Frage: Warum ist von der Regierung niemand anwesend, wenn die Vertreter der Kommunen ihren Sorgen, Nöten, Kritiken und Forderungen Ausdruck verleihen??? Darüber sollte in Staatskanzlei und Ministerien dringend mal nachgedacht werden… Zurück zur Bürgermeisterrunde. Ja, ich war da. Das war für mich wichtig, hilf- und lehrreich. Es ist gut zu wissen, welch geballte Kompetenz, Erfahrung und Kraft in den erzgebirgischen Rathäusern zu finden ist. Aufgrund der Oppositionsrolle meiner Partei ist es schwierig, direkt zu helfen. Mit irgendwelchen Sprüchen und Zusagen halte ich mich tunlichst zurück. Sollte es aber irgendeine noch so kleine Möglichkeit der Unterstützung geben, werde ich sie zu nutzen versuchen. Versprochen. Vielleicht gelingt es uns – gemeinsam und kraftvoll – die Regierenden an deren Pflichten gegenüber den Kommunen zu erinnern und diese einzufordern. Immer und immer wieder! Ich freue mich außerordentlich, Ihre Bekanntschaft gemacht zu haben, meine Damen und Herren Bürgermeister! Vielen Dank für Ihre Offenheit im Gespräch, vor allem aber für Ihr Engagement, Ihre Ausdauer, Ihren Ehrgeiz und die Tatkraft, mit der Sie Ihre Kommunen führen. Das macht Mut. GLÜCK AUF, Ihr Ulf Lange!

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Erster BSW-Kreisverband Sachsens entsteht im Erzgebirgskreis

Erzgebirgskreis, 11.08.2025 Auf Beschluss des Bundesvorstandes der Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) wird die Struktur innerhalb der Landesverbände weiter untergliedert. Um regionale Anlaufpunkte zu schaffen und die Parteiarbeit in den Landkreisen besser organisieren zu können, werden nunmehr sukzessive Kreisverbände gegründet. Als erste Regionalorganisation Sachsens wird am 15.08.2025 in Geyer der Kreisverband Erzgebirge aus der Taufe gehoben. Dazu sagt Ulf Lange, Kandidat für den Kreisvorsitz: „Wir haben im Erzgebirge schon vor einiger Zeit begonnen, den Strukturaufbau vorzubereiten. Es macht uns stolz, die ersten sein zu dürfen, die sich entsprechend organisieren.“ Derzeit sind im Erzgebirgskreis 19 BSW-Mitglieder registriert. Nachdem die Partei die Lockerung der bisher sehr restriktiven Mitgliederaufnahmeregularien beschlossen hatte, werden nun nach und nach alle Unterstützer und Interessenten den Mitgliedsstatus erhalten können. Damit soll das Bündnis endlich auch in die Breite wachsen können. Zur Gründungsversammlung in Geyer haben sich mit dem Landesvorsitzenden Prof. Dr. Jörg Scheibe und Stellvertreter Ronny Kupke, hochrangige Vertreter des Sächsischen Landesverbandes angekündigt. Auch der Bundesvorstand des BSW entsendet mit Jessica Tatti eine namhafte Vertreterin. Dazu noch mal Ulf Lange: „Wir freuen uns sehr über und auf unsere Gäste aus den Spitzengremien der Partei und sehen deren Teilnahme als Würdigung des Anlasses, aber auch unserer bisherigen Arbeit für das BSW.“ Wir laden Sie, liebe Medienvertreter und Medienvertreterinnen, herzlich ein, dieser Veranstaltung beizuwohnen und darüber zu berichten. Die Gründungsversammlung findet in der Zeit von 17 Uhr bis (geplant) 18.30 Uhr in der Gaststätte „Huthaus an der Binge“ in Geyer statt. Im Anschluss an die Gründung feiert das BSW Erzgebirge an gleicher Stelle sein Sommerfest. Gerne können Sie auch daran teilnehmen. In dessen Verlauf ergibt sich natürlich auch die Möglichkeit zu individuellen Gesprächen mit Teilnehmern und Gästen. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

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Bürgerdialog im Erzgebirge

Vor Ort unterwegs – im Dialog mit den Menschen

In den vergangenen Monaten war ich viel unterwegs, um direkt mit den Menschen und Akteurinnen und Akteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen. Dabei standen vor allem der ländliche Raum, die Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, aber auch soziale und wirtschaftliche Themen im Fokus. Mein Ziel ist es, die tatsächlichen Herausforderungen zu verstehen, bevor ich politische Entscheidungen treffe – getreu meinem Motto: „Erst befassen, dann bewerten.“ Meine Sommertour startete in der LEADER-Region Zwönitztal-Greifensteine, wo ich mich mit der Regionalmanagerin Elena Weber und ihrem Kollegen Christian Scheller austauschte. LEADER-Regionen sind zentrale Akteure für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes in Sachsen. Besonders beeindruckt hat mich das breite Serviceangebot: von Fördermittelvergabe über Beratungen bis hin zur Vernetzung der Akteure und Förderung des Tourismus. Das Engagement der Mitarbeiter vor Ort verdient höchsten Respekt, denn viele wichtige Projekte sind ohne LEADER-Förderung undenkbar. Ein weiterer Termin führte mich zum Regionalverband Erzgebirge e.V. des NABU in Chemnitz. Im Gespräch mit der Landesvorsitzenden Dr. Maria Vlaic diskutierten wir umfassend über Naturschutzthemen und gesellschaftliche Herausforderungen. Der Austausch war sehr erkenntnisreich und zeigte, wie wichtig Dialog für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung ist. Die Agrar GmbH Reichenbach war Station einer intensiven Betriebsbesichtigung, bei der ich gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der Landwirtschaft im Vogtland die technischen Abläufe und innovativen Konzepte des Betriebs kennenlernen durfte. Neben innovativer Streuherstellung und einem durchdachten Energiekonzept standen auch wirtschaftspolitische Herausforderungen wie Bürokratie, Regulierung und Infrastruktur auf der Agenda. Ein offener und ehrlicher Dialog, der mir wertvolle Einblicke verschaffte. Ein weiterer Betrieb, den ich besuchte, war die Sachsenland AG in Chemnitz-Röhrsdorf. Hier zeigte sich einmal mehr, wie dringend Verbesserungen in der Politik nötig sind, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und Versorgungssicherheit zu sichern. Die Gespräche mit Vorstand und Stellvertreter waren kurzweilig und zugleich wichtig, um konkrete Probleme und Ideen für Lösungen mitzunehmen. Der ökologische Landbau stand bei einer Feldrundfahrt mit der Gäa e.V. im Fokus. An den Standorten Biohof Müller GbR und Agrargesellschaft Forchheim tauschte ich mich mit Landwirten über ökologische Anbaumethoden und Herausforderungen aus. Der persönliche Kontakt mit engagierten Landwirten hat mir die Bedeutung des Ökolandbaus in Sachsen nochmals deutlich gemacht. Neben landwirtschaftlichen Betrieben gehörte auch der Besuch im Tierheim Schkortitz zu meiner Sommertour. Gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Doreen Voigt packte ich bei praktischen Arbeiten mit an und erhielt einen tiefen Einblick in die Arbeit der Tierheimmitarbeiter, die mit großem Engagement für das Wohl der Tiere sorgen – trotz knapper Ressourcen. Bildung ist ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit. So besuchte ich gemeinsam mit dem bildungspolitischen Sprecher unserer Fraktion Lars Wurzler das Förderzentrum „Erich Kästner“ in Aue, wo wir eine Spende für die Schulhofgestaltung übergaben. Die engagierte Schulleiterin und ihr Team zeigten, wie mit Optimismus und Eigeninitiative Herausforderungen gemeistert werden. Ein besonderes Highlight waren die Öko-Feldtage 2025 auf dem Wassergut Canitz, bei denen ich gemeinsam mit meinen Experten viele innovative Ideen und interessante Gespräche mit Politikern und Verbandsvertretern führen konnte. Wichtige Einblicke gab auch der Besuch bei der Sächsischen Gestütsverwaltung in Moritzburg. Dort erlebte ich die traditionsreiche Arbeit mit Pferden hautnah und war beeindruckt von der Leidenschaft und Fachkompetenz der Mitarbeiter. Gleichzeitig sehe ich kritisch, dass in diese Institution Jahr für Jahr viele Millionen Euro öffentlicher Mittel fließen, gerade in Zeiten knapper Kassen. Es stellt sich die Frage, ob diese hohen Ausgaben in ihrer jetzigen Form angesichts anderer dringender Förderbedarfe im ländlichen Raum und der Landwirtschaft gerechtfertigt sind. Eine sorgfältige Prüfung der Prioritäten bleibt unumgänglich. Politisch spannend war die Übergabe eines Offenen Briefes der Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Landtag. Darin forderten die Verbände die Aufhebung der Radikalkürzungen im Sozialbereich und den Abschluss eines haushaltspolitisch tragfähigen Doppelhaushalts. Leider wurde dieser Appell bisher nicht ausreichend umgesetzt, was ernsthafte Konsequenzen für die Kommunen und soziale Einrichtungen bedeutet. In den letzten Wochen gehörte auch das Hoffest auf dem Rößlerhof in Burkhardtsdorf zu meinen Stationen. Hier konnte ich mich mit Landwirten und Regionalpolitikern austauschen, die Herausforderungen der Vermarktung regionaler Produkte erörtern und zugleich das Landleben in seiner ganzen Vielfalt genießen. Tierliebe und ehrenamtliches Engagement erlebte ich beim Besuch des Tierheims „Waldfrieden“ in Stollberg, wo trotz knapper Mittel eine hervorragende Betreuung der Tiere gewährleistet wird. Bei einem Besuch im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch konnte ich die Praxis der landwirtschaftlichen Ausbildung kennenlernen und mich über Herausforderungen in der Nachwuchsförderung informieren. Praxisnahe Ausbildung ist unverzichtbar für die Zukunft des Landwirtschaftsstandorts Sachsen. Auf Einladung meines Fraktionskollegen Jens Hentschel-Thöricht diskutierte ich in Herrnhut-Ruppersdorf mit Anwohnern und Kommunalpolitikern über geplante Windenergieanlagen. Der sachliche Austausch zeigte, wie wichtig das Ernstnehmen von Bedenken vor Ort für eine erfolgreiche Energiewende ist. Einen besonders ungewöhnlichen, aber wichtigen Termin absolvierte ich beim Cannabis Social Club „Schöne Neue Welt“ in Reitzenhain. Dort verschaffte ich mir einen fachlichen Einblick, der mir half, Vorurteile abzubauen und die Thematik differenziert zu betrachten. Auf internationaler Ebene ehrten wir beim Empfang der Russischen Botschaft in Berlin die Opfer des Zweiten Weltkriegs und bekräftigten den Einsatz gegen Geschichtsverfälschung – ein wichtiges Zeichen angesichts politischer Spannungen. Im Bereich Innere Sicherheit informierte ich mich zusammen mit Fraktionskollegen vor Ort bei der Bundespolizei am Grenzübergang Reitzenhain über die Herausforderungen an der sächsisch-tschechischen Grenze. Die dort geleistete Arbeit verdient Anerkennung und Respekt. Zwischendurch besuchte ich auch öffentliche Veranstaltungen wie das Familienfest des DGB in Annaberg, um im persönlichen Gespräch mit Bürgern in Kontakt zu bleiben. Alltag und Vielfalt eines Landtagsabgeordneten spiegelten sich auch in den zahlreichen weiteren Terminen wider: Begegnungen mit Bürgern, Gedenkveranstaltungen, Kulturereignisse und der ständige Austausch mit der eigenen Fraktion und anderen Parteien prägen meinen Arbeitsalltag. Besuche bei Betrieben wie dem Gut Pesterwitz, dem Verkehrsbetrieb Citybahn Chemnitz oder dem Staatsbetrieb Sachsenforst ergänzten mein Bild von Sachsens Wirtschafts- und Kulturlandschaft. Jeder Termin brachte neue Erkenntnisse, die ich in meine politische Arbeit einfließen lasse. Die Termine haben mir eindrucksvoll gezeigt: Sachsen ist voller engagierter Menschen, die ihre Heimat gestalten, Herausforderungen anpacken und dabei oft mehr leisten, als sichtbar ist. Mein Dank gilt allen, die mir Einblicke in ihre Arbeit und ihr Leben ermöglicht haben. Der direkte Austausch vor Ort ist unverzichtbar, um eine Politik zu machen, die wirklich ankommt und wirkt. Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Termine! Abschließend möchte ich

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Aus dem Landtag: Unsere Themen auf den Punkt gebracht

Die Verhandlungen um den Doppelhaushalt 2025/2026 waren das zentrale politische Thema der letzten Monate – und gleichzeitig ein Sinnbild für die erschreckende Ideenlosigkeit der sächsischen Minderheitsregierung aus CDU und SPD. Gemeinsam mit Grünen und Linken wurde ein Kürzungshaushalt beschlossen, der kein einziges der drängenden Probleme im Freistaat löst, sondern sie teilweise noch verschärft. Wir als BSW-Fraktion haben diesen Haushalt abgelehnt – aus Überzeugung. Denn wir sind nicht in den Landtag eingezogen, um den Status quo zu verwalten oder Kürzungen abzunicken, sondern um Politik wieder an den Interessen der Menschen auszurichten. Statt gezielter Investitionen in Bildung, soziale Infrastruktur und öffentliche Sicherheit wird mit dem Rotstift durchregiert. Für den Kita-Bereich etwa bringt das sogenannte „Kita-Moratorium“ keinerlei Verbesserungen: Weder wird die Qualität in den Einrichtungen angehoben noch gibt es eine finanzielle Entlastung für die Eltern. Auch bei der inneren Sicherheit herrscht Stillstand. Der Haushalt liefert keinen belastbaren Plan für mehr Polizeipräsenz – dabei steigt die Kriminalität, viele Menschen fühlen sich gerade in den Städten und auf öffentlichen Plätzen zunehmend unsicher. Besonders gravierend ist die Lage in der Wirtschaftspolitik. Inmitten einer sich verschärfenden Rezession streicht die Staatsregierung die Mittel für die regionale Wirtschaftsförderung komplett. Die Folgen: schrumpfende Wirtschaftsleistung, steigende Arbeitslosigkeit und wachsender Existenzdruck in weiten Teilen der Bevölkerung. Die Staatsregierung ignoriert das – und riskiert, dass Sachsen wirtschaftlich den Anschluss verliert. Dabei wäre Geld da. Der Freistaat parkt über 13 Milliarden Euro im sogenannten „Generationenfonds“ – einer Rücklage für künftige Pensionszahlungen an Landesbeamte. Andere Bundesländer zahlen diese direkt aus dem laufenden Haushalt. Sachsen hingegen spart an der Gegenwart, um die Zukunft zu sichern – eine Rechnung, die nicht aufgeht, wenn heute Kitas schließen, Straßen verfallen und Unternehmen aufgeben müssen. Wir sagen klar: Wer Zukunft sichern will, muss heute investieren – nicht morgen absichern und heute kürzen. Unsere finanzpolitische Sprecherin Uta Knebel bringt es auf den Punkt: „Wir haben Milliarden rumliegen, nutzen sie aber nicht – während im Land die grundlegende Versorgung bröckelt.“ Ein weiteres Thema, das uns im Landtag beschäftigt, ist die Energiepolitik. Sachsen braucht eine stabile und bezahlbare Energieversorgung – nicht nur für die Haushalte, sondern auch für die heimische Industrie. Doch statt Lösungen liefert die Landesregierung ideologische Debatten. Während unsere tschechischen Nachbarn in den Neubau von Atomkraft investieren, führen Grüne und Linke hierzulande lieber Glaubenskriege gegen jede Form konventioneller Energiegewinnung. Unser energiepolitischer Sprecher Ralf Böhme warnt: „Diese konzeptionslose Energiepolitik treibt die Wirtschaft in den Ruin und verursacht riesige Kosten für die Bürger.“ Wir fordern stattdessen einen realistischen Energiemix: mit Erdgas, Kohle (bis zum Ausstieg) und einem Ausbau erneuerbarer Energien, der durch Netzanpassung und Speichertechnik flankiert wird – nicht blind, sondern durchdacht und machbar. Auch im Bereich der Inneren Sicherheit haben wir konkrete Änderungsanträge zum Haushalt eingebracht – denn hier klaffen Anspruch und Realität dramatisch auseinander. Während CDU und SPD von 15.000 Polizeivollzugsbeamten sprechen, sieht ihr Haushalt nur 475 Neueinstellungen pro Jahr vor. Damit wird das Ziel deutlich verfehlt. Wir fordern eine Aufstockung auf mindestens 550 Anwärter jährlich – und zugleich eine solide Ausstattung der Polizeischüler mit Kleidung, Schutztechnik und Ausbildungsmaterial. Gleichzeitig soll bei der Polizei-IT um jeweils 20 Millionen Euro jährlich gekürzt werden – aus unserer Sicht ein sicherheitspolitisches Risiko. Bernd Rudolph, unser innenpolitischer Sprecher und selbst ehemaliger Polizeibeamter, bringt es auf den Punkt: „Wer ernsthaft mehr Sicherheit will, muss sie auch finanzieren – mit Personal, Ausrüstung und moderner Infrastruktur.“ Auch wirtschaftspolitisch fehlt der Regierung eine Linie. Die Regierungserklärung des Wirtschaftsministers blieb erschreckend vage. Keine Strategie gegen die steigenden Energiepreise, kein Konzept zur Entlastung des Mittelstands, kein echter Bürokratieabbau. Wir fordern ein Umdenken – und stehen für eine pragmatische, an der Realität orientierte Wirtschaftspolitik: mit fairen Energiepreisen, handhabbaren Auflagen und gezielter Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe. Ein Teilerfolg unserer Arbeit: Die Staatsregierung hat nach massiver öffentlicher und parlamentarischer Kritik – auch durch uns – die Rückforderungen von Corona-Soforthilfen vorerst gestoppt. Das schützt unzählige Selbstständige und Kleinstunternehmen vor existenziellen Problemen. Und schließlich ist da noch ein Thema, das uns als BSW besonders wichtig ist: Frieden. Während sich in Berlin die Stimmen mehren, die nach mehr Militär, nach Waffen und sogar nach einem deutschen Atomwaffenarsenal rufen, sagen wir klar: Das ist brandgefährlich und verantwortungslos. CDU-Fraktionschef Spahn fordert den direkten Zugriff Deutschlands auf Atomwaffen – wir fordern stattdessen Abrüstung und Diplomatie. Unsere Position ist eindeutig: Kein Werben der Bundeswehr bei Minderjährigen, keine deutschen Atomwaffen, stattdessen Entspannungspolitik und Verhandlungen. Fazit: Die vergangenen Wochen im Landtag haben erneut gezeigt, wie wichtig eine starke Opposition ist, die sich nicht einschüchtern lässt, sondern klare Kante zeigt. Wir haben den Kürzungshaushalt abgelehnt, weil wir überzeugt sind: Sachsen braucht keinen Sparkurs auf Kosten der Menschen, sondern eine soziale, realistische und zukunftsgerichtete Politik. Das waren selbstverständlich nicht alle Themen – sondern ein Einblick in einige zentrale Schwerpunkte unserer aktuellen Arbeit. Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

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