Landwirtschaft

Austausch zum Bauernfrühstück mit Sächsischen Landtwirten

Austausch zum Bauernfrühstück in Stollberg

Am 10. März 2026 fand im Stollberger Kulturbahnhof das „1. Erzgebirgische Bauernfrühstück“ statt. Der Name klingt zunächst etwas verwirrend, der Hintergrund ist aber einfach: Mein Team und ich hatten Landwirtinnen und Landwirte der Region sowie Interessenvertreter der Branche zu einem fachlichen Austausch eingeladen – inklusive Frühstück. Ein sehr sinnvolles Format, bei dem die Betroffenen sprechen und die Politik zuhört, nicht – wie zu oft – umgekehrt! Thematisiert wurden in Eingangsrede, Impulsvortrag und offener Diskussion die aktuellen Probleme in der Landwirtschaft: Existenzbedrohende Erzeugerpreise, überbordende bürokratische Anforderungen, Tierwohlbestimmungen, das Düngerecht, Mindestlohn, u.v.m. Es entwickelte sich eine äußerst lebhafte Debatte. Die teilnehmenden Firmeninhaber, Besitzer oder Geschäftsführer kleiner oder mittlerer Höfe bzw. Agrarunternehmen sowie mit Werner Bergelt der Geschäftsführer des Regionalbauernverbandes fanden klare Worte zur ihrer Situation, zu von der Politik verursachten Fehlentwicklungen oder Ihren Erwartungshaltungen an EU, Bund und Landesregierung. Und wieder wurde das Missverhältnis zwischen den Menschen, die für Lebensmittel und Ernährungssicherheit sorgen, und deren Ansehen in unserer Gesellschaft deutlich. Als landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im sächsischen Landtag ist es mir ein besonderes Anliegen, die Wertschätzung für diesen eminent wichtigen Berufszweig ins richtige Lot zu bringen. Mit diesem Versprechen und der Zusage, dieses nützliche Gesprächsformat regelmäßig fortzuführen, endete eine interessante und beiderseits zufriedenstellende Veranstaltung nach zweieinhalb Stunden. Ich selbst habe wieder viel gelernt und neue Sichtweisen kennengelernt. Danke an die engagierten Teilnehmer – und bis zum nächsten Mal, wenn das Motto wieder heißt: „Zuhören – verstehen – anpacken!“ Mit einem herzlichen GLÜCK AUF! Ulf Lange

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Aus dem Alltag eines Fachpolitikers für Landwirtschaft und Regionalentwicklung

Als landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag bin ich Obmann im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft. Hier befasse ich mich unter anderem mit Themen wie Mercosur-Abkommen, Schutz beziehungsweise Bejagung von Wolf, Luchs und Biber, Agrarstrukturgesetz, Düngemittelverordnung, Ergebnissen und Folgen der Bauernproteste, dem Waldumbau und mehr. Ich treffe mich regelmäßig mit Interessenvertretern der verschiedenen Akteure: Landes- und Regionalbauernverband (SLB/RBV), dem Naturschutzbund NABU, dem Verein „Land schafft Verbindung“, dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und vielen anderen. Noch intensiver ist mein Austausch mit verschiedenen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, Weingütern, Wasser-/Abwasserzweckverbänden und ähnlichem. Dies ist besonders wichtig, da ich mir dort das Rüstzeug für meine Arbeit hole. Da unsere Fraktion alle Themenfelder und Ausschüsse besetzen muss, wir aber nicht auf jedem Gebiet einen entsprechend bewanderten Abgeordneten aufbieten können, sind in manchen Bereichen – wie in meinem – auch fachfremde Politiker tätig. Das ist nicht schlimm, so geht man wenigstens vorbehaltlos an die Probleme heran, benötigt lediglich zwei Voraussetzungen dazu: Einen ausgewiesenen Experten an meiner Seite sowie den Willen, sich mit der Spezifik des Tätigkeitsbereiches eingehend auseinanderzusetzen. Ersteren habe ich mit meinem Parlamentarischen Berater Carsten Berg gefunden, letzteres habe ich mir auf die Fahne geschrieben. Natürlich befasse ich mich zusätzlich mit regionalen Themen meines Wahlkreises. Das eindrucksvollste Erlebnis war dabei meine „Tour de Commune“ genannte Besuchsreise durch die Rathäuser des Erzgebirgskreises, in deren Verlauf ich innerhalb von fünf Monaten zu Gast bei 53 Bürgermeister meiner Heimatregion sein durfte. Ein herzliches GLÜCK AUF! Ulf Lange, MdL, ErzgebirgeMitglied und Obmann im Ausschuss für Umwelt und LandwirtschaftSprecher für LandwirtschaftspolitikSprecher für Regionalentwicklung

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Zwei Jahre Bauernproteste – BSW fordert verbindliche Regeln für faire Preise und Schutz vor Bodenspekulation

Zwei Jahre nach den Bauernprotesten hat sich die Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe weiter verschärft. Nicht kostendeckende Erzeugerpreise, steigende Kosten und explodierende Bodenpreise gefährden die wirtschaftliche Existenz zahlreicher Höfe in Sachsen. Mit einem Antrag fordert die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag die Staatsregierung auf, endlich strukturelle Maßnahmen zu ergreifen. Zentrale Punkte sind verbindliche, schriftliche Verträge zwischen Erzeugern und Abnehmern mit Mindeststandards bei Preisen und Laufzeiten, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung sowie der gezielte Ausbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen. Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, erklärt:„Die Bauernproteste waren ein Warnsignal. Doch politisch ist danach viel geredet und wenig verändert worden. Solange Landwirtinnen und Landwirte keine fairen Preise und keine Planungssicherheit haben, wird das Höfesterben weitergehen.“ Besonders kritisch sieht die BSW-Fraktion die Entwicklung am Bodenmarkt. In Sachsen haben sich die Kaufpreise für Agrarflächen in den letzten Jahren nahezu verdreifacht. Außerlandwirtschaftliche Investoren und spekulative Modelle verdrängen zunehmend ortsansässige Betriebe. „Wenn Agrarland zur Geldanlage wird, verliert die Landwirtschaft ihre Grundlage“, so Lange. „Der Freistaat muss endlich Regulierungslücken schließen und Preismissbrauch bei Kauf- und Pachtverträgen wirksam begrenzen.“ Auch der Umbau der Tierhaltung komme ohne verlässliche Förderung nicht voran. Die Kürzungen beim Bundesprogramm „Umbau der Tierhaltung“ hätten Investitionen in mehr Tierwohl ausgebremst. Die BSW-Fraktion fordert deshalb eine langfristig gesicherte Finanzierung durch den Bund, orientiert an den Empfehlungen der Borchert-Kommission. Mit dem Antrag macht die BSW-Fraktion deutlich: Ohne verbindliche Regeln, Schutz vor Bodenspekulation und echte Planungssicherheit drohen weitere Betriebsschließungen und eine nachhaltige Schwächung des ländlichen Raums in Sachsen. Ein herzliches GLÜCK AUF! Ulf Lange

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