Dresden, 08.01.2026
Landwirtschaftliche Betriebe geraten immer stärker unter Druck: steigende Kosten, wachsende Bürokratie und immer neue Auflagen treffen auf eine Agrarpolitik, die ihre eigenen Standards im internationalen Handel u.a. durch das Mercosur-Abkommen untergräbt. Die heutigen Bauernproteste sind deshalb kein Aktionismus, sondern ein deutlicher Hilferuf.
Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt dazu:
„Seit Jahren werden unsere Landwirte mit immer höheren Auflagen, Kosten und Bürokratie belastet, während gleichzeitig Handelsabkommen wie Mercosur vorangetrieben werden, die genau diese Standards unterlaufen. Wer Fleisch, Getreide oder Zucker aus Ländern importiert, in denen Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards deutlich niedriger sind, betreibt keinen fairen Handel, sondern ruiniert bewusst heimische Betriebe.
Es ist heuchlerisch, von unseren Landwirten höchste Leistungen beim Klima- und Umweltschutz zu verlangen und sie dann im internationalen Wettbewerb schutzlos stehen zu lassen. Das ist keine nachhaltige Agrarpolitik, das ist strukturelle Verdrängung. Wenn die EU und der Bund hier nicht umsteuern, verlieren wir nicht nur Höfe, sondern regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Vertrauen. Die Proteste zeigen: So wie bisher kann es nicht weitergehen.“
Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

