Stollberg, 07.08.2025
Der landwirtschaftspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Ulf Lange, erklärt: „Es ist nicht vermittelbar, wie die Staatsregierung mitten in einer tiefen sozialen und finanziellen Krise 27 Millionen Euro in eine neue Reithalle steckt und gleichzeitig für die Jahre 2025 und 2026 über 5 Millionen Euro jährlich bereitstellt, um die laufenden Kosten der Sächsischen Gestütsverwaltung zu decken, während an Schulen, Kitas, in der Jugendhilfe, im Ehrenamt und bei der sozialen Daseinsvorsorge gestrichen wird.“
Die Gestütsverwaltung sei historisch eng mit der Landwirtschaft verbunden, Pferde spielten jedoch in der modernen Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Sächsische Gestütsverwaltung sei längst eine elitäre Einrichtung zur Förderung von Sportpferdezucht, Ausbildung und Events – mit großem Unterhaltungswert, aber ohne landwirtschaftliche oder staatliche Relevanz.
Lange führt weiter aus: „Wir haben großes Verständnis für den Wunsch, Kulturgüter und Tierzuchttraditionen zu erhalten – aber nicht in dieser Größenordnung und nicht in einer Zeit, in der das Land an allen Ecken und Enden sparen muss.“
Die Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht spricht sich dafür aus, die Notwendigkeit und die Höhe der staatlichen Zuwendungen zu überprüfen. Es sei an der Zeit, die Prioritäten neu zu setzen. Wer sich ernsthaft für den ländlichen Raum und die soziale Stabilität in Sachsen einsetzen wolle, müsse das Geld in Kitas, Pflege, Bildung, bezahlbaren Wohnraum und die Unterstützung bäuerlicher Betriebe investieren – und nicht in eine glitzernde Reithalle.
Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

