Erzgebirgskreis bei Gehältern bundesweit Schlusslicht

Erzgebirgskreis, 02.09.2025


Die neuesten Zahlen der Agentur für Arbeit bestätigen: Zwar steigen die Gehälter im Erzgebirgskreis, doch im bundesweiten Vergleich liegen die Menschen hier weiterhin am unteren Ende der Einkommensskala. Laut Entgelt-Atlas beträgt das Median-Einkommen der Beschäftigten im Kreis aktuell 2.965 Euro brutto – ein Anstieg von 23 Prozent seit 2020, aber immer noch der niedrigste Wert in Deutschland. (Der Median ist der Wert, bei dem die Hälfte aller Beschäftigten mehr und die andere Hälfte weniger verdient.)

Die Menschen im Erzgebirge arbeiten hart, vor allem in Pflege, Handwerk und Verwaltung. Die Einkommenszuwächse reichen bei weitem nicht, um bundesweit mitzuhalten“, erklärt Ulf Lange, Sprecher für Regionalentwicklung der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag. „Die Zahlen zeigen es deutlich: Wir brauchen endlich nachhaltige Konzepte für faire Löhne und bessere Lebensbedingungen in strukturschwachen Regionen.“

Die Gehälter im Erzgebirgskreis liegen weit hinter Städten wie Dresden zurück, wo Beschäftigte im Median rund 967 Euro mehr verdienen.

Die Menschen in den strukturschwachen Regionen des ländlichen Raumes fühlen sich neben Gesundheitswesen, ÖPNV, Kultur und vielem mehr vor allem beim Einkommen abgehängt, zumal das Median-Einkommen von 2.965 Euro für viele Erzgebirger allenfalls ein schöner Traum ist. Wir fordern Bund und Land auf, hier endlich gegenzusteuern“, so Ulf Lange abschließend.

Mit einem herzlichen GLÜCK AUF!

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